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„CarGoTram“ rollt wieder durch Dresden

Gläserne Manufaktur „CarGoTram“ rollt wieder durch Dresden

Die „CarGoTram“ des Automobilherstellers Volkswagen rollt wieder durch Dresden. „Das ist für mich ein sehr emotionaler Tag“, sagt Mario Blank. Der Zwickauer leitet seit vergangenem Herbst die Logistik-Abteilung der Gläsernen Manufaktur Dresden und hat kaum auf dem neuen Posten angekommen, auch „den traurigen Moment“ der Produktionseinstellung erlebt, wie er sagt.

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Die „CarGoTram“ gehört inzwischen wieder zum Dresdner Stadtbild.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Die „CarGoTram“ des Automobilherstellers Volkswagen rollt wieder durch Dresden. „Das ist für mich ein sehr emotionaler Tag“, sagt Mario Blank. Der Zwickauer leitet seit vergangenem Herbst die Logistik-Abteilung der Gläsernen Manufaktur Dresden und hat kaum auf dem neuen Posten angekommen, auch „den traurigen Moment“ der Produktionseinstellung am Straßburger Platz erlebt, wie er sagt. Seither fuhr auch keine „CarGoTram“ mehr durch Dresden.

Seit Freitag geht die Transportbahn wieder drei Mal täglich auf der 4,5 Kilometer langen Strecke vom VW-Logistikzentrum in Friedrichstadt bis zur Gläsernen Manufaktur, wo man derzeit die Produktion des neuen E-Golfs hochfährt. Deswegen seien zur Zeit auch noch „relativ leere Regale“ im Logistikzentrum zu sehen. Transportboxen dienen teils als Platzhalter für Ablagen, die später gebraucht werden, wenn die Produktion läuft und auf eine reibungslose Logistik angewiesen ist.

Die setzt auf die Schiene, zumindest in der Stadt. Zwar führt ein Eisenbahngleis in die Anlieferungshalle, an einem Konzept, Fahrzeugteile auch tatsächlich mit der Bahn nach Dresden zu transportieren, fehlt es aber noch. VW ist dazu mit anderen Firmen im Gespräch, weil der eigene Bedarf einen Güterzug nicht auslasten würde.

20 Laster steuern stattdessen werktäglich das Logistikzentrum an. Was sie bringen, wird in den Regalen verteilt und je nach Bedarf für den Transport mit der Straßenbahn konfektioniert. Das System funktioniert dabei automatisch. Es überwacht den Fortschritt am Lieferband in der Gläsernen Manufaktur. Sobald dort ein Auto aus der Fertigung rollt, springen im Logistikzentrum die Drucker mit Materiallisten an, die für die Herstellung des nächsten gebraucht werden. Vier Stunden Lieferzeit werden benötigt. Wobei nicht alle Teile aus dem Logistikzentrum kommen. Sperrige Teile, etwa die Karosserie, wird direkt mit dem Lkw in die Manufaktur geliefert.

Der erste E-Golf aus Dresden soll übrigens am 3. April an seinen Besitzer übergeben werden, vier Wochen später soll die Produktion auf Hochtouren laufen, was zunächst 35 Autos im Einschichtbetrieb bedeute, wie Sprecher Carsten Krebs sagt. Dann wird auch im Logistikzentrum mehr Betrieb sein und die derzeit nur mit vier Segmenten fahrende „CarGoTram“ mit einem fünften Segment auf ihre volle 60 Meter Länge gebracht.

Die Pause für die „CarGoTram“ hat VW für eine Generalüberholung genutzt. Eine Bahn ist dafür noch in den Werkstätten der Dresdner Verkehrsbetriebe, die auch die Fahrer für die Transportbahn stellen. Und das wohl noch für einige Jahre, auch wenn VW über das autonome Fahren nachdenkt. „Das ist leider alles gar nicht so einfach, auch wenn es erste Ansätze und Diskussionen mit der Technischen Universität gibt“, sagt Logistik-Leiter Blank. Die Genehmigungsverfahren für Bahnen seien sehr aufwendig, die Systeme noch nicht ausgereift. Und die VW-eigenen Experten haben so ihre Schwierigkeiten, ihre bei Autos gewonnenen Erkenntnisse auf eine Bahn zu übertragen, die bei Volllast 150 Tonnen auf die Waage bringt.

Von Uwe Hofmann

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