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Lokales Café Toscana öffnet nach Renovierung
Dresden Lokales Café Toscana öffnet nach Renovierung
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20:39 16.09.2016
Clemens Eisold Quelle: Foto: Anja Schneider
Dresden

Vor 114 Jahren erschütterte ein Skandal das sächsische Königshaus: Luisa von Österreich-Toskana, die Ehefrau des Sächsischen Thronfolgers, brannte mit ihrem Liebhaber nach Genf durch. Sie ließ in Dresden fünf Kinder, den Gatten und ihr Lieblingscafé hinter sich. 1906 nannte sich das Kaffeehaus am Blauen Wunder zu Ehren des adligen Stammgast in „Café Toscana“ um.

Mit dem Ende der DDR kam auch das vorläufige Ende des Cafés, es wurde 1989 wegen schlechter Bausubstanz geschlossen. Ab 1993 nahm sich die Familie Eisold der Lokalität an. Heute führt Clemens Eisold bereits in dritter Generation das Café. Nach zweijähriger Planung und dreimonatiger Bauzeit erstrahlen die Räumlichkeiten nun im alten und neuen Glanz. „Wir haben lange im Stadtarchiv sowie der Fotothek der Universitätsbibliothek recherchiert und uns viele historische Aufnahme angesehene“, erklärt Eisold. „Auch unsere Gäste haben uns alte Bilder aus ihrem Fundus überlassen.“ Die schönsten davon hängen jetzt an den Wänden.

Die Innenarchitektur schafft dabei den Spagat zwischen historischem Prunk mit Säulen, Goldbemalung sowie Stuck, und zeitgemäßen Mobiliar. Einen dreistelligen Betrag ließ sich Familie Eisold die Renovierung kosten. Am Konzept indes wird nicht gerüttelt. „Wir benutzen bei vielen Grundstoffen, wie Kaffee, Eiern und Milch jetzt Produkte aus ökologischen Anbau – wir wollen aber kein Bio-Café sein“, so Eisold.

Von Paul Felix Michaelis

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