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Lokales CG Gruppe AG feiert in Dresden am Postplatz Richtfest
Dresden Lokales CG Gruppe AG feiert in Dresden am Postplatz Richtfest
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08:48 22.09.2017
Alt und Neu verbunden: Blick in die Residenz am Postplatz.  Quelle: CG Gruppe
Dresden

Vorhaben im Volumen von rund 400 Millionen Euro hat oder wird der Projektentwickler CG Gruppe AG in Dresden umsetzen. Ein Ende sei nicht in Sicht, verspricht Vorstandsvorsitzender Christoph Gröner. „Es wird nächstes Jahr eine Überraschung geben, die Gespräche sind weit vorangeschritten.“ Noch vor dem Jahresende werde er seine Pläne vorstellen, kündigte er an. „Wir werden in Dresden in den sozialen Wohnungsbau einsteigen. Und zwar in Größenordnungen.“

Passt sozialer Wohnungsbau zu einem Unternehmen, das neu gebauten Wohnraum eher jenseits der Grenze von 10 Euro pro Quadratmeter anbietet? Wie im Vorhaben „Residenz am Postplatz“, das am Donnerstag Richtfest feierte. In den Neubauabschnitten des Projektes entstehen 188 Wohnungen, in den sanierten Altbaubereichen 54, die Mieten werden zwischen 12,50 und 14 Euro kalt liegen, wie Bert Wilde ankündigte, Leiter der Dresdner Niederlassung der CG Gruppe. „Es kommt nicht auf den Quadratmeterpreis an“, erklärte Gröner, „sondern darauf, was die Wohnung insgesamt kostet.“ Familien mit mittleren Einkommen könnten am Postplatz einziehen, weil die Wohnungen perfekt geschnitten seien und die Nebenkosten nicht aus dem Ruder laufen würden.

So soll es bald am Postplatz aussehen. Quelle: CG Gruppe

Preiswert bauen geht am Postplatz nicht

Preiswert könne man am Postplatz schon deshalb nicht bauen, weil man als Investor eine Verantwortung trage, so der Vorstandsvorsitzende. „Wir hätten die Altbauten abreißen können. Die Genehmigung lag vor. Aber wir wollen der Stadt etwas zurückgeben, an die Tradition anknüpfen.“ Bis 1945 prägte das Gebäude der Oberpostdirektion den Postplatz, die CG Gruppe AG reaktiviert die nach den Bombennächten übrig gebliebenen Reste.

Für die Neubauflügel habe sich die Stadtplanung eine Keramikfassade gewünscht, erklärte Wilde. Das sehe gut aus, koste aber eben extra. „Von einem Projekt in Dresden zu sagen, es sei wie jedes andere, wäre verfehlt. Diese schöne Stadt hat schöne architektonische Lösungen verdient“, meint Gröner. 60 Millionen Euro investiert sein Unternehmen in die vom renommierten Architekten Ingo Pott gestaltete Residenz, in die auch eine Weinhandlung, ein Café und Einzelhandel einziehen werden. Nächstes Jahr soll der Gebäudekomplex fertig sein. Eine Liste von Mietinteressenten gebe es bereits, so Wilde. „Wir beginnen aber erst dann mit der Vermarktung, wenn wir den Interessenten etwas zeigen können, etwa drei Monate vor Fertigstellung.“

Fertigteile sollen Kosten drücken

Das Problem des preiswerten Bauens will Gröner mit einem Fertigteilwerk lösen, in dem maßgeschneidert für jedes Vorhaben die Elemente vorgefertigt werden können. Grundsteinlegung für die Fabrik in der Nähe von Erfurt sei noch in diesem Jahr, kündigte ein Unternehmenssprecher an. „Dann beginnt eine neue Ära des Bauens“, ist Gröner überzeugt.

Fördermittel, so der Vorstandsvorsitzende, werde seine Gruppe für geförderten Wohnraum nicht beanspruchen. „Ich bin der Erfinder des sozialen Wohnungsbaus in Sachsen. Wir haben damit in Leipzig begonnen, als es noch kein Förderprogramm des Freistaats gab.“ In den vergangenen 50 Jahren sei staatliche Förderung aber im Prinzip immer daneben gegangen, meint Gröner. „Wir kommen ohne aus.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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