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CDU schlägt Helmut-Kohl-Platz im Zentrum Dresdens vor

Gedenken CDU schlägt Helmut-Kohl-Platz im Zentrum Dresdens vor

Der Kreisausschuss der CDU, das höchste Gremium des CDU-Kreisverbandes, hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, einen bedeutenden Platz im Zentrum von Dresden nach dem am vergangenen Freitag verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Kohl zu benennen.

„Wir könnten uns dabei beispielsweise den Platz vor dem wiedereröffneten Kulturpalast vorstellen, der künftig den Namen Kohls tragen könnte“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Christian Hartmann.

Quelle: Jürgen-M. Schulter

Dresden. Der Kreisausschuss der CDU, das höchste Gremium des CDU-Kreisverbandes, hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, einen bedeutenden Platz im Zentrum von Dresden nach dem am vergangenen Freitag verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Kohl zu benennen. „Wir könnten uns dabei beispielsweise den Platz vor dem wiedereröffneten Kulturpalast vorstellen, der künftig den Namen Kohls tragen könnte“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Christian Hartmann.

Helmut Kohl sei nicht nur der „Kanzler der Einheit“ und Ehrenbürger Europas“, sondern er habe auch zu Dresden eine ganz besondere Verbundenheit, begründete Hartmann den Vorschlag. In Dresden habe Kohl am 19. Dezember 1989 versprochen, die Deutsche Einheit zu vollenden, wenn es die geschichtliche Stunde zulasse. „Er hat Wort gehalten. Wir alle verdanken Helmut Kohl sehr viel. Das gilt vor allem für unsere Stadt, die nach 1990 wieder aufblühte und heute zu den schönsten Deutschlands gehört.“

Es stünde Dresden gut an, Helmut Kohls Wirken für Europa und seine Verdienste um die Deutsche Einheit zu würdigen, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende. Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden hatte bereits vorgeschlagen, Helmut Kohl postum die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hatte angekündigt, sich mit der für Erinnerungskultur zuständigen Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) zu beraten, in welcher Art und Weise Dresden Helmut Kohl gedenken wird. Die Ehrenbürgerschaft sei postum nicht möglich und sinnvoll. Auch ein Wettrennen um die erste Platz- oder Straßenbenennung werde die Verwaltung nicht mitmachen.

„Die Pietät gebietet es, weder ein Windhunderennen zu etwaigen Ehrungen zu veranstalten noch mit unausgegorenen Vorschlägen an die Öffentlichkeit zu gehen“, erklärte André Schollbach, Vorsitzender der Stadtratsfraktion Die Linke. CDU-Fraktionsvorsitzender Jan Donhauser widerspricht: „Am Ende der Überlegungen muss eine würdevolle Ehrung von Helmut Kohl in sichtbarer Form im Zentrum der Stadt stehen.“ Einige Kommunalpolitiker, die sich jetzt zu der Thematik äußern, sollten sich daran erinnern, dass sie nur deshalb in Dresden seien, weil es Helmut Kohl gegeben habe, kritisierte Donhauser.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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