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Lokales CDU-Veranstaltung über „Gendergaga“ nach Tumult unterbrochen
Dresden Lokales CDU-Veranstaltung über „Gendergaga“ nach Tumult unterbrochen
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11:17 23.03.2016
Am Ende musste die Polizei die Störer abführen (Verfremdung im Original) Quelle: Privat
Dresden

Eine Veranstaltung der CDU-Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz und Andreas Lämmel am Dienstagabend in Dresden ist nach lautstarken Protesten zeitweise unterbrochen worden. Die Abgeordneten hatten mit Birgit Kelle eine bekannte Gegnerin von Homosexualität ins Haus an der Kreuzkirche geladen. „Mal ernsthaft: Mit Gendergaga gegen das arabische Frauenbild?“ war die Veranstaltung beworben worden.

Während vor dem Haus Politiker von Rot-Rot-Grün sowie „Gerede homo, bi und trans e.V.“, „CSD Dresden e.V.“ und anderen Organisationen mit einer Kundgebung „Für Toleranz, gegen Fremdenfeindlichkeit und Homophobie“ protestierten, kam es drinnen zu Störungen.

Durch lauten Beifall, Rufen, das Trommeln mit Füßen, das Hochhalten einer Regenbogenfahne und Seifenblasen sowie geöffneten Blusen mit Slogans wie „Gendergaga“ und „Homolobby“ auf den Dekolletés sorgten verschiedene Menschen dafür, dass Kelle länger nicht zu Wort kam, bis die Polizei die Rufer schließlich aus dem Saal beförderte.

„Diese Veranstaltung reiht sich ein in Dresdner Kontinuitäten von rassistischen, antifeministischen und islamfeindlichen Ressentiments“, teilte ein Sprecher des „Kommando Kelle“ mit. „Es ist nicht verwunderlich, dass gerade die sächsische CDU Birgit Kelle einlädt. Diese Partei propagiert bekanntlich ein 50er-Jahre Frauenbild, einschließlich einer diversität-ablehnenden Heteronormativität. Berührungsängste scheint die CDU darüber hinaus auch nicht zur neuen Rechten zu haben.“

Laut Sächsischer Zeitung sprach Kelle anschließend von „gottgegebenen“ Geschlechtern. Die Gender-Theorie sei absurd. Man könne sein Geschlecht nicht verändern. Sie könne es nicht verstehen, warum sich eine ganze Gesellschaft mit der Sexualität von anderen Menschen auseinandersetzen müsse. Zudem hob sie laut SZ immer wieder ihre Position als Ehefrau und Mutter gegenüber Menschen mit einer anderen sexuellen Identität hervor. Weiter habe sie Angst, dass Frauen künftig nur noch in Begleitung von Männern auf die Straße gehen könnten.

Von DNN

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