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Lokales CDU-Stadtrat fordert: Sachsenbad verkaufen!
Dresden Lokales CDU-Stadtrat fordert: Sachsenbad verkaufen!
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18:50 12.08.2016
Das Sachsenbad steht seit mehr als 20 Jahren leer und verfällt. Eine Rettung ist nicht in Sicht, die Stadt hat kein Geld für die Sanierung. Quelle: Foto:Dietrich Flechtner
Dresden

Der CDU-Stadtrat Veit Böhm fordert die Ausschreibung und den Verkauf des Sachsenbades an der Wurzener Straße. Das seit zwei Jahrzehnten leerstehende Gebäude gehört der Landeshauptstadt Dresden. Diese sieht jedoch keine Möglichkeiten, das Sachsenbad zu sanieren und wirtschaftlich zu betreiben – weder als soziokulturelles Zentrum noch als Hallenbad.

„Es sieht schlecht aus für das Objekt. Noch einmal 20 Jahre hält es nicht durch“, glaubt Böhm. Wenn das Sachsenbad auf dem freien Markt angeboten werde, würden sich potenzielle Erwerber mit einem Nutzungskonzept melden. „Das ist aus meiner Sicht die einzige Hoffnung, das Sachsenbad wiederzubeleben. Der Stadtrat sollte sich zu einer Ausschreibung positionieren“, findet Böhm.

Die Stadt hofft, dass sie Sanierungsbeiträge von Pieschener Grundstückeigentümern für das Sachsenbad verwenden kann. Diese Beiträge werden mit Auslaufen des Sanierungsgebietes Pieschen fällig, können aber auch vorfristig an die Stadt gezahlt werden. In diesem Fall könnten die Gelder im Sanierungsgebiet verbaut werden. „Da kommt aber höchstens eine Million Euro zusammen, und das auch nur, wenn viele Eigentümer frühzeitig zahlen“, so Böhm. Die Sanierung des Sachsenbads werde aber bis zu 20 Millionen Euro kosten.

Angesichts dieser Summe sei eine kurz- oder mittelfristige Wiederbelebung des Gebäudes nahezu ausgeschlossen. „Selbst wenn Fördermittel für Denkmalschutz oder Städtebau fließen würden – was im Moment jedoch nicht zur Debatte steht – muss die Stadt mindestens die Hälfte der Kosten selbst tragen. Das ist nicht machbar.“ Deshalb, so Böhm, könnte es der freie Markt vielleicht richten.

Die Stadt berechnet die jährlichen Unterhaltskosten für das Sachsenbad mit 14 000 Euro. Sie muss das gesamte Gelände ausreichend gegen den Zutritt von Dritten sichern und den Zustand regelmäßig kontrollieren.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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