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Lokales CDU-Politiker Lars Rohwer fordert: Dresden soll für Pumpspeicherwerk kämpfen
Dresden Lokales CDU-Politiker Lars Rohwer fordert: Dresden soll für Pumpspeicherwerk kämpfen
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16:12 09.01.2019
Technisches Denkmal: Blick in die Turbinenhalle des Pumpspeicherwerks Niederwartha. Quelle: picture alliance / dpa
Dresden

Das Pumpspeicherwerk Niederwartha soll erhalten werden, fordert der CDU-Landtagsabgeordnete Lars Rohwer, energiepolitischer Sprecher seiner Fraktion. Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) hatte jüngst erklärt, die Landeshauptstadt habe kein Interesse, das Pumpspeicherwerk zu übernehmen. Für eine Wiederinbetriebnahme des Werkes seien erhebliche Investitionen erforderlich, die unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kaum zu rechtfertigen seien.

Lars Rohwer Quelle: DRK Dresden

Rohwer erklärte, die Umweltbürgermeisterin springe mit ihren Aussagen zu kurz. „Es verwundert mich, dass sie den Wert eines Pumpspeicherwerks nicht erkennen will.“ In Zeiten der Energiewende, in der die Stromversorgung immer mehr auf erneuerbare Energien umgestellt wird, würden die Pumpspeicherwerke zum Ausgleich von Netzschwankungen dringend benötigt. Und zwar nicht für den Fall, wenn wegen Flaute und fehlendem Sonnenschein zu wenig Wind- und Solarstrom produziert wird. „Das müssen Gaskraftwerke ausgleichen“, so Rohwer.

Die Rahmenbedingungen für den Betrieb von Pumpspeicherwerken müssen sich ändern

Ein Pumpspeicherwerk könne dann ausgleichend wirken, wenn mehr Strom anliegt, als abgenommen werden kann. „Dann können diese Werke Spitzen aus dem Netz ziehen.“

Niederwartha sei nicht nur für Dresden interessant, sondern für ganz Ostsachsen. Die Region werde von den Dresdner Stadtwerken (Drewag) und der Energie Sachsen Ost (Enso), das Pumpspeicherwerk auf Dresdner Flur sei das einzige seiner Art in diesem Versorgungsgebiet. Rohwer stimmt Jähnigen in einer wesentlichen Aussage zu: „Die Rahmenbedingungen für den Betrieb von Pumpspeicherwerken müssen sich ändern.“

Es sei zum einen wenig sinnvoll, dass Betreiber von Pumpspeicherwerken Netzentgelte zahlen müssten. Zum anderen sollten Förderinstrumente für die Sanierung von Pumpspeicherwerken entwickelt werden. „Die gibt es gegenwärtig noch nicht“, weiß Rohwer, „aber ich bin gerne bereit, gemeinsam mit der Landeshauptstadt für den Wegfall der Netzentgelte und Fördermittel zu kämpfen.“ Der Bund dürfe nicht nur Batteriespeicher fördern, sondern sollte auch Programme für Pumpspeicherwerke aufnehmen. „Diese speichern ja auch Energie.“

Eines sei klar: Die Genehmigung für ein neues Pumpspeicherwerk mit Stauseen und Rohranlagen werde es nach heutigen Standards nicht noch einmal geben, so der Landtagsabgeordnete. „Wir haben in Niederwartha ein technisches Denkmal stehen, für das die Stadt Ideen entwickeln sollte“, findet er. Das Pumpspeicherwerk gehört dem schwedischen Vattenfall-Konzern, der es 2016 stillgelegt hat.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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