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Bye bye Dodi & Duran: Orang-Utan-Jungen verlassen den Dresdner Zoo

Bye bye Dodi & Duran: Orang-Utan-Jungen verlassen den Dresdner Zoo

Das war von vornherein klar: Dodi und Duran, die beiden aufgeweckten Orang-Utan-Jungen aus dem Zoo, können nicht ewig in Dresden bleiben. Zu klein ist das alte Orang-Utan-Haus.

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Dodi lebt gemeinsam mit seiner Mutter Daisy und Vater Toni in einem Gehege. Seinen fast gleichaltrigen Halbbruder Duran kennt er nicht wirklich, obwohl beide im Orang-Utan-Haus leben.

Quelle: Dietrich Flechtner

Zu schnell treten sie in Konkurrenz zu ihren Müttern. Dodi wird im November vier Jahre, Duran zwei Monate später im Januar 2014. "Dann kommen die beiden Orang-Männchen auf die Liste des Zuchtbuchführers, der in Karlsruhe sitzt", erklärt Gerd Grätz, Revierleiter Menschenaffen. Der suche dann europaweit nach einem neuen Zoo für die beiden. Grätz rechnet damit, dass die Suche bei Dodi und Duran länger dauern könnte. "Im Moment gibt es einen immensen Männerüberschuss, so dass unsere beiden Orangs schwer zu vermitteln sein dürften", schätzt Grätz. Gelinge die Vermittlung nicht, würden die Dresdner Affen außerhalb Europas angeboten.

Dodi und Duran kennen sich im Übrigen gar nicht. Dodi lebt gemeinsam mit seiner Mutter Daisy und Vater Toni in einem Gehege, sein zwei Monate jüngerer Halbbruder Duran mit Mutter Djudi und der 43 Jahre alten Djaka. Toni ist auch der Vater von Duran. "Die beiden Halbbrüder würden sich gut verstehen, die Mütter aber mit Sicherheit nicht", sagt Wolfgang Ludwig, der Zoologische Leiter. Deshalb wachsen sie nicht in einem gemeinsamen Gehege auf. In freier Wildbahn sei es aber auch so, dass die Kinder mindestens fünf Jahre bei ihren Müttern bleiben und erst dann Kontakt zu Gleichaltrigen suchen, so Ludwig.

Es ist längst nicht die erste Trennung von jungen Orangs, die Gerd Grätz jetzt vor sich hat. "Das fällt immer schwer", betont der Revierleiter, der seit 1972 im Zoo arbeitet. An den Umzug von Dodis älterer Schwester Djasinga in den Zoo Berlin vor fünf Jahren erinnert er sich noch gut. Djasinga, 2003 geboren und einst DNN-Patenäffchen, war das erste Kind von Daisy und Toni. "Daisy hat vergessen, Djasinga zu erziehen, so dass sie ihre Mutter schon sehr früh in Bedrängnis gebracht hat", berichtet der Revierleiter. Es sei höchste Eisenbahn gewesen, Djasinga abzugeben, die zum Zeitpunkt ihrer Abreise bereits ein halbes Kilo schwerer war als ihre Mutter. "In Berlin lebt das Weibchen heute mit einem riesigen Orang-Mann zusammen und es könnte sein, dass sie bald ein Kind von diesem Prachtexemplar erwartet", berichtet Grätz.

Ein weiteres Orang-Utan-Weibchen wird Grätz in guter Erinnerung behalten: Dunja, 1991 geboren, sei in Dresden mit Orang-Zuchtmann Toni nie so recht warm geworden und deshalb 2011 an einen schwedischen Zoo abgegeben worden. "Verblüffend war, dass sie dem dortigen Orang-Mann - einem Witwer - als erstes einen Schmatz gegeben hat", erzählt Grätz. Allerdings sei Dunja vor ihm, Grätz, ausgerissen, als er den schwedischen Zoo nach einem Jahr erneut besucht habe. Menschenaffen würden niemals vergessen, dass sie von ihrem Pfleger in einem fremden Zoo allein zurückgelassen worden sind.

Ältere Zoofreunde werden sich gewiss noch an den alten Gorilla Benno erinnern, der noch zu Zeiten von Zoo-Direktor Wolfgang Ullrich 1961 von einem privaten Tierhalter nach Dresden gelangte und 1995 nach Mexico übersiedelte, weil er in Dresden nicht artgerecht gehalten werden konnte. "Das alte liebe Tier nach so vielen Jahren abgeben zu müssen, dieser Schritt tat sehr weh", erinnert sich Grätz. In Mexico habe Benno dann noch bis 2004 auf einer geräumigen Anlage gelebt, sei aber allein geblieben.

Traumnacht im Zoo

Unter dem Motto "Dreamnight at the Zoo" laden jedes Jahr am ersten Freitag im Juni Zoos in aller Welt kranke und behinderte Kinder und deren Familien ein - kostenlos. Am kommenden Freitag, 7. Juni, schließt der Zoo daher bereits 16.30 Uhr, damit 17 Uhr die "Traumnacht" beginnen kann. Mit dabei sein werden die Clowns vom Verein "MediClowns", die in ihrer Freizeit in Krankenhäusern unterwegs sind, um kranken Kindern ein wenig Spaß und Freude zu bringen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.05.2013

Katrin Richter

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