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Lokales Bundesinnenminister de Maizière zu Gast bei "Sport und Politik vereint gegen Rechtsextremismus“
Dresden Lokales Bundesinnenminister de Maizière zu Gast bei "Sport und Politik vereint gegen Rechtsextremismus“
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16:05 22.11.2015
Quelle: Archiv
Dresden

Jede Menge Sicherheitsbeamte, eine gepanzerte Limousine vor dem Stadion Dresden – doch statt eines Fußballspiels sicherten die Bodyguards eine Veranstaltung mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière ab. Der CDU-Politiker war zu Gast bei einem Bürgergespräch im Rahmen der Fotoausstellung „VorBilder – Sport und Politik vereint gegen Rechtsextremismus“. Veranstalter war die Konrad-Adenauer-Stiftung.  Die Foto-Wanderausstellung ist noch bis Mittwoch im Stadion Dresden zu sehen.

„Meine Vorbilder als junger Mensch waren neben meinen Eltern, der Fußballer Uwe Seeler und Albert Schweitzer“, erzählt der Innenminister. Es habe ihn damals schwer beeindruckt, dass Seeler trotz eines Angebotes aus Italien seinem HSV treu geblieben ist. „Ich fand John F. Kennedy auch immer stark, ein echt cooler Typ“, schmunzelt de Maizière.

Ernster wurde Thomas de Maiziére bei den Fragen nach den Anfeindungen in Richtung der Politiker. „Wer Koch ist, darf die Hitze nicht scheuen, so viel ist klar“, so der Innenminister. Doch die Qualität und Quantität des Hasses und der Beschimpfungen hätten neue Dimensionen angenommen. Es gäbe vermehrt Grenzüberschreitungen in der Kommunikation.
Die Ausstellung wurde vom Bundesministerium des Innern in Auftrag gegeben und von den Fotografen Angelika und Bernd Kohlmeier realisiert. Das gemeinsame Anliegen von Sport und Politik: Vorbild sein und sich eindeutig zu positionieren gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung und einzutreten für Fairplay, Demokratie und Menschenwürde.
Die Ausstellung zeigt 86 kunstvolle Schwarz-Weiß-Portraits von 22 Politiker- und Sportler-Paaren, darunter Bundespräsident Joachim Gauck und  Bundestrainer Joachim Löw. Alle Mitwirkenden wollen Haltung zeigen und  menschenverachtender Gesinnung entgegentreten. Die Botschaft von Joachim Gauck an die Betrachter: „Verstärkt unsere Mannschaft, wir brauchen Euch!“, so die Konrad-Adenauer-Stiftung. Eine Botschaft, die angesichts brennender Asylbewerberheime, Aufmärschen rechtsextrem Gesinnter und Hassparolen, wie es sie nahezu täglich überall in Deutschland gibt, ebenso aktuell wie dringlich ist.
jv

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