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Bund investiert 100 Millionen Euro in die Chipforschung in Sachsen

„Forschungsfabrik Mikroelektronik“ Bund investiert 100 Millionen Euro in die Chipforschung in Sachsen

Das Bundesforschungsministerium investiert bis 2020 rund 100 Millionen Euro in die sächsische Mikroelektronik-Forschung. Weitere 300 Millionen Euro verteilen sich an andere Institute außerhalb Sachsens. Damit will der Bund der EU schon mal ein noch größeres Förderprogramm für die sächsische Halbleiter-Industrie schmackhaft machen.

Das Bundesforschungsministerium investiert bis 2020 rund 100 Millionen Euro in die sächsische Mikroelektronik-Forschung.

Quelle: dpa

Dresden. Das Bundesforschungsministerium investiert bis 2020 rund 100 Millionen Euro in die sächsische Mikroelektronik-Forschung. Weitere 300 Millionen Euro verteilen sich an andere Institute außerhalb Sachsens. Damit will der Bund der EU schon mal ein noch größeres Förderprogramm für die sächsische Halbleiter-Industrie schmackhaft machen.

Anteilig am meisten profitieren die Fraunhofer-Institute in Dresden von der nun verkündeten Förderung: Ein Viertel der 400 Millionen Euro aus dem Programm „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland“ (FMD) fließt nach Sachsen und da wiederum in die Fraunhofer-Institute für Photonik (IPMS), Chipdesign (EAS) und 3D-Chips (ASSID-IZM) in Dresden sowie in das ENAS in Chemnitz.

„Wir brauchen im Zeitalter der Digitalisierung mehr Hightech-Wachstum in Europa“, betonte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU). „In der ,Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland’ bündeln wir unsere exzellente Forschung. Das ist ein Beitrag zur Stärkung einer wichtigen Schlüsselindustrie, auch mit Blick auf Europa, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze.“

„Dieses Programm ist eine wichtige Weichenstellung“, schätzte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ein. „Dass ein großer Teil der Investition in die Region Dresden fließt, ist eine sehr gute Nachricht. Das stärkt Europas führenden Mikro- und Nanoelektronik-Cluster und macht den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort zukunftssicher.“

Das Dresdner Photonik-Institut IPMS geht davon aus, dass in der FMD anfänglich deutschlandweit rund 2000 Wissenschaftler zusammenarbeiten und weitere 500 Akademiker-Jobs durch das Förderprogramm entstehen werden. Gedacht sei die FMD aber nicht als physische Fabrik an einem Ort, sondern als neue Kooperationsstufe deutscher Chipforschungs-Institute, sagte der kommissarische FMD-Leiter Dr. Jörg Amelung vom IPMS. „Dadurch entsteht ein mit aller denkbaren Technik ausgestatteter großer Reinraum, verteilt auf mehrere Standorte.“

Die „Forschungsfabrik“ soll einen anderen Vorstoß deutscher Wirtschaftspolitiker in Brüssel unterstützen: Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine außerordentliche Förderung für die Mikroelektronik, ein „Important Project Common European Interest“ (IPCEI) bei der EU beantragt. Dieses milliardenschwere Programm soll die deutsche und speziell die sächsische Halbleiterindustrie für die Zukunft ertüchtigen. Um dieses Projekt zu unterstützen, soll die FMD ausgewählte Zukunfts-Technologien vorantreiben. Dazu gehören die Quantencomputer-Technik, Terahertz-Datennetze, die FDSOI-Chiptechnologie und Leistungselektronik für die Energiewende.

Den mit 63 Millionen Euro größten Einzelposten hat der Bund dem IPMS zugesprochen. Die Dresdner Ingenieure wollen damit auch die Entwicklung winziger Holografie-Projektoren für Notebooks und Smartphones vorantreiben, die 3D-Bilder in den Raum werfen können.

Von Heiko Weckbrodt

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