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Büromarktentwicklung treibt dem Rathaus die Sorgenfalten auf die Stirn

Immobilien Büromarktentwicklung treibt dem Rathaus die Sorgenfalten auf die Stirn

Die Stadt sucht händeringend nach Bürofläche für die Auslagerung von Ämtern im Vorfeld der Rathaussanierung. Doch der Büromarkt in Dresden wird immer enger, wie aktuelle Zahlen belegen.

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Quelle: 79050535

Dresden.  Schlechte Nachrichten für die Umzugsplaner im Rathaus: Auf dem Büromarkt in Dresden ist 2017 ein Umsatzrekord erzielt worden und der Leerstand weiter zurückgegangen. Mit Geschäften über 105 000 Quadratmeter Bürofläche ist der Umsatz im vergangenen Jahr gegenüber 2016 um rund 35 Prozent gestiegen. Das geht aus vorläufigen Zahlen des DIP hervor. Der Verbund bündelt mehrere deutsche Immobiliendienstleister, darunter auch das Unternehmen Aengevelt Immobilien.

An den 15 größten deutschen Büromärkten wurde mit einem Flächenumsatz von mehr als fünf Millionen Quadratmetern der höchste Wert seit 25 Jahren erzielt. Während Dresden beim Umsatz um 28 000 Quadratmeter zulegte (2016: 78 000 Quadratmeter), wuchsen die Geschäfte in Leipzig sogar um 64 000 Quadratmeter von 94000 auf 158000 Quadratmeter – ein Plus von 68 Prozent.

Vorläufige Zahlen zum Büromarkt vom DIP (Deutsche Immobilien Partner – ua

Vorläufige Zahlen zum Büromarkt vom DIP (Deutsche Immobilien Partner – u.a. Aengevelt).

Quelle: DIP/Aengevelt

Im gleichen Atemzug stieg in Dresden die Spitzenmiete von 12 auf 13 Euro und der Leerstand ging zurück. In der Elbestadt stehen 190 000 Quadratmeter Bürofläche leer, 2016 waren es noch 218 000 Quadratmeter. Die Leerstandsquote ging von 8,8 auf 7,7 Prozent zurück. An der Pleiße blieb die Spitzenmiete stabil bei 13 Euro, der Leerstand liegt dort bei 265000 Quadratmeter (2016: 305000), das entspricht einer Quote von 8,1 Prozent.

Die Entwicklung dürfte im Rathaus Sorgenfalten auslösen. Die Verwaltung sucht derzeit nach größeren zusammenhängenden Flächen, um Ämter für die Rathaussanierung anderswo unterbringen zu können. Das wird schwieriger.

Aengevelt Immobilien nimmt den Leerstand detailliert unter die Lupe. Die 190 000 Quadratmeter unterteilen sich in 149 000 sogenannten Angebotsüberhang. Davon sind 82 000 Quadratmeter Fluktuationsreserve (langjähriges Umsatzmittel), damit der Markt funktioniert und 67 000 Quadratmeter gelten als marktaktiver Leerstand. 2016 waren das noch 78 000 Quadratmeter – die wurden vom Rathaus schon als problematisch betrachtet. Rund 40 000 Quadratmeter sind aufgrund von Lage und Zustand praktisch nicht vermittelbar.

Der DIP-Verbund rechnet nicht mit Entspannung der Büromärkte, sondern insgesamt mit einem weiteren Anstieg der Büromieten.

Von Ingolf Pleil

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