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Bürgerwerkstatt zum Königsufer / Neustädter Markt am heutigen Donnerstag

Heftiger Streit über Wettbewerbsverfahren Bürgerwerkstatt zum Königsufer / Neustädter Markt am heutigen Donnerstag

Die Bürgerwerkstatt zum „Königsufer – Neustädter Markt“ findet heute um 17 Uhr wie geplant in der Dreikönigskirche statt – mit einer Einschränkung: Die zwei Dresdner Bürger, die in der Wettbewerbsjury mitarbeiten, werden noch nicht ausgelost. Grund ist ein Stadtratsbeschluss.

Vorschläge der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) für die Bebauung des Königsufers in Dresden.
 

Quelle: GHND e.V./Arte4D

Dresden.  Die Bürgerwerkstatt zum „Königsufer – Neustädter Markt“ findet heute um 17 Uhr wie geplant in der Dreikönigskirche statt – mit einer Einschränkung: Die zwei Dresdner Bürger, die in der Wettbewerbsjury mitarbeiten, werden noch nicht ausgelost. Grund ist der Stadtratsbeschluss vom vergangenen Donnerstag, wonach Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) dem Stadtrat die Aufgabe für den städtebaulichen Wettbewerb und die Besetzung der Jury zur Beschlussfassung vorlegen soll.

Thomas Löser, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat, kritisierte die CDU und die Linken, auf deren gemeinsame Initiative das Wettbewerbsverfahren im Stadtrat beschlossen werden muss. „Die Stadtverwaltung wird die erste vorbereitende Jurysitzung am 30. November absagen. Damit entsteht der Stadt nicht nur unmittelbarer materieller Schaden, sondern auch ein erheblicher Imageschaden“, so Löser. Das gesamte Verfahren werde um rund drei Monate verzögert.

„Linke und CDU haben der Stadt einen Bärendienst erwiesen“, konstatiert der Grüne. Das Verfahren zum Königsufer und Neustädter Markt sei vorbildlich aufgestellt und sehe eine dreifache Bürgerbeteiligung vor. „Eine Beteiligung vor der Beteiligung zu fordern ist schlicht unredlich und hat nun zur Folge, dass das gesamte Verfahren terminlich zerschossen wird“, erklärte Löser.

Tilo Wirtz, Baupolitiker der Linken, reagierte prompt und wies die Vorwürfe zurück. „Wir haben den Stadtrat im Zuge der Ungereimtheiten vom Runden Tisch am 30. September in den Stadtrat getragen.“ Es sei bemerkenswert, welche Pflöcke die Verwaltung schon vor der Bürgerwerkstatt im Hintergrund eingeschlagen habe. „Bürgerbeteiligung heißt für uns, dass die Bürgerschaft Einfluss auf die Dinge hat und nicht nur von der Verwaltung im Sinne einer Mitmachfalle mitgenommen wird“, erklärte Wirtz.

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Königsufer und Neustädter Markt – auf diesen exponierten Flächen ist noch eine städtebauliche Entwicklung möglich. Über das Wie sollen sich Architekten Gedanken machen. Die Bürger dürfen aber ein gehöriges Wörtchen bei der Gestaltung mitreden.

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Die Freiflächen am Neustädter Markt und am Königsufer sollen städtebaulich entwickelt werden.. Geplant ist dafür ein zweistufiger Ideenwettbewerb internationaler Architektenbüros. Alle eingereichten Entwürfe sollen öffentlich ausgestellt und auch von Bürgern bewertet werden. Die Verwaltung hatte im Vorfeld versprochen, ein hohes Maß an Transparenz zu gewährleisten. Bei der Bürgerwerkstatt können die Teilnehmer ihre Ideen und Anregungen den Planungsteams der Verwaltung mitteilen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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