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Bürgerversammlung soll Ideen für alten Operettenstandort in Dresden bündeln

Schule, Wohnhaus oder Kulturzentrum? Bürgerversammlung soll Ideen für alten Operettenstandort in Dresden bündeln

Was wird nach dem Umzug der Staatsoperette aus dem alten Standort? Diese Frage stellen sich nicht nur viele Leubener, sondern auch die dortigen Ortsbeiräte Marina Brandt und Rainer Kempe (Die Linke). Eine Bürgerversammlung soll die Ideen sammeln.

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Was aus der alten Spielstätte der Staatsoperette wird, ist völlig offen.
 

Quelle: Archiv

Dresden. Was wird nach dem Umzug der Staatsoperette aus dem alten Standort? Diese Frage stellen sich nicht nur viele Leubener, sondern auch die dortigen Ortsbeiräte Marina Brandt und Rainer Kempe (Die Linke). Um Bewegung in die Sache zu bringen, wollen sie nun die Anwohner mit ins Boot holen und im Rahmen einer Bürgerversammlung Ideen und Anregungen sammeln.

Klar ist im Moment: Was aus dem Gebäude an der Pirnaer Landstraße wird, ist völlig offen. Es herrscht ein Schwebezustand. „Es hängt in der Luft und es zieht sich. Das ist auch für das Haus nicht gut, es verfällt ja bloß“, sagt Brandt. Klar ist aber auch: Durch den Wegzug der Operette ist in Leuben eine Lücke entstanden. „Hier war das eigentliche Ortsteilzentrum, der kulturelle Mittelpunkt, zentraler Umsteigeplatz mit vielen Passanten, ein belebter Platz also mit viel Substanz“, erklärt Kempe. Wie diese Lücke gefüllt werden kann, sei deshalb die Kernfrage.

Dazu kursieren in der Stadt verschiedene Ideen. Möglich etwa ist die kommunale Nutzung für einen Gymnasiumsneubau. „Ein Schulstandort im Dresdner Osten wird händeringend gesucht. Zu einem lebendigen Zentrum trägt diese Option aber nicht gerade bei“, findet Kempe. Ob das Areal überhaupt als Schulstandort taugt, wird gegenwärtig in den Ausschüssen geprüft. Das Gebäude könnte aber auch an einen privaten Käufer veräußert werden, Nutzung offen. Auch ein Abriss des Hauses stünde dann im Raum. Die favorisierte Variante der Leubener Ortsbeiräte sieht aber eine zweifache Nutzung des Areals vor: Das Frontgebäude bleibt als Restaurant und Veranstaltungsraum erhalten, im hinteren Teil entstehen Wohneinheiten – möglicherweise entwickelt von der neuen Woba.

Egal, ob kommunale Lösung oder ein Verkauf: Wichtig ist Marina Brandt und Rainer Kempe, dass sich die Bürger mit ihren Vorstellungen einbringen können. Dass die Operette ihre Spielstätte in das Kulturkraftwerk verlegt hat, findet bei den Ortsbeiräten indes keinerlei Kritik. „Es ist ein Zugewinn für Dresden. Das sehen auch die Leubener so, aber sie wollen dabei nicht verlieren“, sagt Kempe.

Die Bürgerversammlung findet am 1. März ab 18 Uhr im Festsaal der Cultus gGmbH, Altleuben 10, statt. Alle Anwohner und Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. „Dass hier nicht alle Ideen in voller Reife entstehen werden, ist klar. Jede Anregung muss finanziell und auf ihre Machbarkeit geprüft werden. Aber wir wollen endlich Bewegung reinbringen“, so Kempe.

Von Christin Grödel

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