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Lokales Bürgermeisterin Klepsch: Zwei Drittel aller Beschwerden kommen zu Pegida
Dresden Lokales Bürgermeisterin Klepsch: Zwei Drittel aller Beschwerden kommen zu Pegida
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18:22 11.10.2016
Dresdens Beigeordnete für Kultur- und Tourismus, Annekatrin Klepsch Quelle: ttr
Dresden

Ein Großteil der Beschwerden, die Dresdens Beigeordnete für Kultur- und Tourismus, Annekatrin Klepsch (Linke), erreichen, drehen sich um Pegida. Die Bürgermeisterin bezifferte den Anteil der Beschwerden, die bei ihr ankommen, über das islam- und fremdenfeindliche Bündnis auf etwa zwei Drittel. Damit sei Pegida und eben nicht die Bettensteuer das größere Problem, sagte Klepsch am Sonntag auf der „2gather“-Konferenz von Straßengezwitscher.

„Wir müssen etwas tun“, gab Klepsch zu. Die Stadt müsse eine andere Haltung vorgeben. Es reiche nicht, einmal eine Bühne hinzustellen und dann sei es getan. Vielmehr sei es wichtig, die Menschen mitzunehmen. Über den richtigen Umgang mit Pegida werde auch in der Dresdner Bürgermeisterriege intensiv gerungen. Wichtig sei, dass Dresden keinen reinen Anti-Pegida-Plan bekomme, viel wichtiger sei ein nachhaltiger Demokratie-Plan. Für Vorschläge und Ideen sei sie immer offen.

Zudem verteidigte Klepsch die Bewerbung Dresdens als Kulturhauptstadt. Die sei älter als Pegida, erinnerte sie. Aber gerade weil es das Problem hier in der Stadt gebe, sei es richtig, die Bewerbung weiter zu verfolgen. Auch, da die Bewerbung vielleicht neue Möglichkeiten einer Debatte eröffne. Zudem stellte Klepsch noch einmal klar, dass Pegida kein reines Dresdner Problem sei. Dresden sei die Bühne, zu der es einen regelrechten Pegida-Tourismus gebe.

sl

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