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Bürgerforum am Sonnabend informiert über drei zentrale Dresdner Projekte

Kulturhauptstadt, Zukunftsstadt und mehr Demokratie Bürgerforum am Sonnabend informiert über drei zentrale Dresdner Projekte

Die Feierlichkeiten rund um den 3. Oktober 2016 in Dresden samt lautstarker Proteste haben bei Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bleibenden Eindruck hinterlassen. „Das hat mich bewogen, die Schwerpunkte in Sachen Demokratieförderung zu überarbeiten“, so Hilbert. Am kommenden Sonnabend kann ein Ergebnis dieser Überlegungen besucht werden.

Wie wird es in Dresden künftig aussehen? Wie wird sich die Infrastruktur verändern? An der Beantwortung dieser Fragen sollen auch die Bürger beteiligt werden.

Quelle: Sylvio Dittrich

Dresden. Die Feierlichkeiten rund um den 3. Oktober 2016 in Dresden haben bei Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bleibenden Eindruck hinterlassen. Zumindest der Aspekt, der das mediale Bild bestimmt hat: Pöbler, die sich lautstark an den Demokratieträgern abgearbeitet haben. „Das hat mich bewogen, die Schwerpunkte in Sachen Demokratieförderung zu überarbeiten“, so Hilbert. Verschiedene Formate, etwa das Planspiel Stadtrat, wurden in der Folge getestet. Am kommenden Sonnabend kann mit dem Dresdner Bürgerforum „Zeit für unsere Stadt“ ein weiteres Ergebnis dieser Überlegungen besucht werden.

Zwischen 14 und 18.30 Uhr (Registrierung ab 13 Uhr) finden im Kulturpalast parallel eine Demokratie- und eine Zukunftskonferenz statt. Thema der Demokratiekonferenz ist der Beitritt der Landeshauptstadt zur Unesco-Städtekoalition gegen Rassismus und die damit verbundene Umsetzung des Zehn-Punkte-Aktionsplans. In Workshops wird es unter anderem darum gehen, gemeinsam Ideen und Konzepte zur Förderung der Chancengleichheit auf dem Wohnungsmarkt und zur Bekämpfung von Diskriminierung durch Bildung und Entziehung zu entwickeln. Während der Zukunftskonferenz werden Projektideen präsentiert, die im Rahmen des Zukunftsstadtwettbewerbs, an dem Dresden teilnimmt, in Workshops bisher entstanden sind. Beide Angebote leben vom Mitmachen. Einwohner sind also angesprochen, sich zu beteiligen.

Zukunftsstadt-Wettbewerb

Der Zukunftsstadt-Wettbewerb wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufen, um die nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land sicherzustellen. Dresden hat die zweite Runde erreicht und ist mit weiteren 19 Städten noch immer im Rennen. Die Landeshauptstadt ist die größte Gemeinde unter den verbliebenen Teilnehmern. Bisher fanden in Dresden 16 Zukunftsstadt-Workshops statt. „Dabei sind mehr als 90 Ideen entstanden“, sagt Projektleiter Norbert Rost. Diese Ideen sollen in den kommenden Monaten handfeste Pläne werden und in die Bewerbung für die dritte Phase eingehen. Die Umsetzung erfolgt mit wissenschaftlicher Begleitung. Die acht überzeugendsten Städte erhalten eine Million Euro, die ab 2019 pilotartig in die geplanten Projekte fließen sollen.

Kulturhauptstadt 2025

Dresden möchte 2025 Europäische Kulturhauptstadt werden. „Das klingt weit weg, ist es aber nicht“, sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Ende 2019 müssen alle Unterlagen fertig sein. Mit der Eröffnung des Kulturhauptstadtbüros im Kulturpalast am Sonnabend geht die Landeshauptstadt nun einen weiteren Schritt im Bewerbungsprozess. Das Büro soll aber keine Infostelle sein, sondern der Ort, an dem alle Ideen und Projekte zusammenfließen – mit Beteiligung der Einwohner und Gäste der Stadt, deren Anliegen und Wünsche gerne gehört und berücksichtigt werden. „Den Preis bekommt man nicht für das, was man hat, sondern für den Wunsch für Veränderungen“, erklärt Stephan Hoffmann, Projektleiter der Kulturhauptstadtbewerbung in der Dresdner Verwaltung.

Unesco-Städtekoalition gegen Rassismus

Im vergangenen Jahr ist Dresden der Unesco-Städtekoalition gegen Rassismus beigetreten. Das Konzept basiert auf der Einsicht, dass Diskriminierung vor Ort entsteht und demnach auch vor Ort bekämpft werden muss. Konkret geht es um die Umsetzung eines Zehn-Punkte-Aktionsplans mit verschiedenen Schwerpunkten und Strategien. „Wir möchten das Bürgerforum nutzen, um über die Anliegen und Zielsetzungen zu berichten“, erklärt Julia Günther, Projektleiterin der Demokratiekonferenz. Teil des Aktionsplans ist unter anderem die Stärkung von Opferhilfe und Konfliktmanagement, der Ausbau von Beteiligungs- und Informationsmöglichkeiten für die Bürger sowie die Förderung der kulturellen Vielfalt. Nach und nach sollen diese Anliegen in Dresden umgesetzt werden.

Und auch einen dritten Schwerpunkt setzt das Bürgerforum: die Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025. Dafür wird Hilbert um 18.30 Uhr zum Abschluss das Kulturhauptstadtbüro im Kulturpalast eröffnen. Mittwochs von 10 bis 14 Uhr, donnerstags zwischen 14 und 18 Uhr sowie nach Vereinbarung ist es dann offen für Bürger und Gäste der Stadt.

Anmeldung unter www.dresden.de/buergerforum

Von Christin Grödel

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