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Lokales Bühlauer Bürgerinitiative kämpft für P&R-Platz
Dresden Lokales Bühlauer Bürgerinitiative kämpft für P&R-Platz
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15:45 15.03.2017
Mitglieder der Bürgerinitiative vor der Fläche auf des geplanten P&R-Platzes.  Quelle: Hauke Heuer
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Dresden

 Wer in Bühlau wohnt und mit seinem Wagen vor der eigenen Tür parken möchte, hat es alles andere als leicht. Seit 2014 hat sich die Parkplatzsituation mit dem Wegfall des Park&Ride-Platzes am Ullersdorfer Platz, der dem Erweiterungsbau des Bühlauer Gymnasiums weichen musste, deutlich verschärft. Autos mit Kennzeichen aus Bautzen oder Kamenz blockieren bereits in den Morgenstunden die wenigen Stellflächen. Die Pendler fahren mit der Straßenbahn ins Zentrum weiter. Die Bühlauer haben das Nachsehen. Jetzt kämpft die neugegründete Bürgerinitiative „Bühlauer Parkplätze“ für eine schnelle Lösung – doch die wird es wohl nicht geben.

Dabei existieren bereits seit Jahren Pläne. 2014 beschloss der Stadtrat einen Bebauungsplan für den neuen Parkplatz mit rund 125 Stellplätzen an der Ecke Grundstraße/ Sohlander Straße. 2015 sollten die Bauarbeiten eigentlich beginnen. Doch bis heute sind für das beschlossene Vorhaben nicht einmal Mittel in den städtischen Haushalt eingestellt worden. Dabei hatte man den Anwohnern bereits 2009 im Ortsbeirat versprochen, dass es einen adäquaten Ersatz für den Park&Ride-Platz geben wird.

„Hier werden regelmäßig Autos abgeschleppt und Bußgelder verhängt. Auf dem Parkplatz des Lidl, der als Interimslösung gedacht war, darf man nur noch für wenige Stunden mit einer Parkscheibe stehen“, erklärt Hans-Jürgen Burkhardt, Ortsbeitrat der Linken in Loschwitz und Gründungsmitglied der Bürgerinitiative. Laut Manuela Pfeiffer, die an der Bautzner Landstraße ein Friseurgeschäft betreibt, seien besonders die Wochentage ein Problem: „Am Wochenende ist hier gar nichts los. Doch wenn die Menschen zur Arbeit fahren, werden alle Parkplätze und sogar Feuerwehrzufahrten zugestellt. Manchmal finden im Gymnasium Veranstaltungen statt, dann geht gar nichts mehr“, erklärt die Bühlauerin. „Wir gehen davon aus, mit gutem Engagement doch noch etwas erreichen zu können“, sagt Sylvia Trautmann, die an der Bautzner Landstraße eine Apotheke betreibt. Nachdem die Anwohner in den vergangenen Jahren mit ihrem Anliegen bei der Stadt wenig Gehör fanden, beschlossen etwa ein Dutzend Bühlauer, sich in einer Initiative zu organisieren.

Doch auch die Pendler sind mit der Situation alles andere als zufrieden. Mick Krause aus Bischofswerda fährt jeden Morgen nach Bühlau, um hier sein Auto abzustellen. „Seit Verschwinden des Park&Ride-Platzes wird es immer schlimmer. Ich suche jeden morgen mindestens 20 Minuten nach einem Parkplatz“, berichtet er.

Eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung offenbart wenig Konkretes. Es stehe noch ein Abwägungsbeschluss aus. In der direkten Nachbarschaft der geplanten Stellfläche gibt es Kleingärten. Die Besitzer haben Angst, dass mit dem Bau des Parkplatzes die Lärmbelästigung steigt und Einspruch eingelegt.

Doch obwohl im Juli in dieser Frage eine Entscheidung erwartet wird, sind bis heute im Haushalt keine Mittel für das Vorhaben eingestellt. Die möglichen Gründe: Nach DNN-Informationen gibt es seitens der Verwaltung Pläne, auf dem Gelände eine Rettungswache zu errichten. Das Stadtbahnkonzept 2020 sieht darüber hinaus vor, einen P&R-Platz an der Rossendorfer Straße zu bauen. Doch wann der gebaut wird steht in den Sternen. „Wir sehen darin keine echte Alternative, sondern allenfalls eine Ergänzung“, sagt Sylvia Trautmann und erklärt, „es ist nicht klar, wann dieser Parkplatz gebaut werden soll. Solange können wir nicht warten. Wir halten den Ort auch nicht für optimal, um die Situation zu entschärfen.“

Eines scheint sicher. Die Mitglieder der neuen Bühlauer Bürgerinitiative haben in ihrer Ortschaft großen Rückhalt. In drei Wochen wurden unter den Anwohnern 650 Stimmen für die Realisierung des Vorhabens gesammelt und immer mehr unterschreiben.

Von Hauke Heuer

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