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Bruttolohn der Dresdner in Sachsen Spitze

Bruttolohn der Dresdner in Sachsen Spitze

Die Bestverdiener in Sachsen wohnen in Dresden. Durchschnittlich hatten die Bewohner der Landeshauptstadt im Jahr 2011 nach Angaben des Statistikamtes Sachsen einen Bruttolohn von durchschnittlich 26 538 Euro.

Doch selbst der sächsiche Spitzenwert liegt noch zehn Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Die Statistik des Landesamtes zeigt dabei die Unterschiede zwischen Landkreisen und Städten im Freistaat auf. Die höchsten Löhne werden in den Ballungszentren Dresden, Leipzig und Zwickau gezahlt. Am wenigsten bekommen die Arbeiter im Erzgebirgskreis, wo der Durchschnitt bei 22 363 Euro pro Jahr lag und damit deutlich unter dem sächsischen Pro-Kopf-Verdienst von 24 409 Euro.

Laut Robert Lehmann vom Dresdener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung liegen den regionalen Unterschieden zwei Faktoren zugrunde: "Die Landkreise mit geringem Durschnittsgehalt, wie zum Beispiel Nordsachsen, sind durch die Landwirtschaft geprägt. Ein Sektor, in dem generell wenig gezahlt wird. Im Erzgebirgskreis ist außerdem die Bauindustrie stark vertreten und die ist vor allem vom regionalen Markt abhängig, da sieht es derzeit nicht rosig aus." Mit durchschnittlich 18 024 Euro Jahresgehalt wurde in der Land- und Forstwirtschaft am wenigstens Gehalt gezahlt, am Meisten bekamen die Arbeiter im produzierenden Gewerbe. Dort lag das Gehalt im Schnitt bei 28 099 Euro.

Die Städte profitieren demnach vor allem von den sogenannten Höherwertigen Dienstleistungen. Vor allem im Finanzsektor oder in der Forschung werden meistens hohe Löhne gezahlt. Auch Arbeiter von Großunternehmen, die für den Verkauf ins Ausland produzieren, können mit einem guten Gehalt rechnen. "Das sind große Konzerne, die auch dementsprechend gut Zahlen. In Leipzig zum Beispiel BMW oder Porsche."

Doch selbst die Dresdener liegen beim Gehalt hinter dem bundesdeutschen Schnitt, der Pro-Kopf bei 29 542 Euro lag. In den vergangenen zehn Jahren schrumpfte Abstand zwischen Ost und West nur marginal. Während der Sachse im Jahr 2000 auf 79,7 Prozent des deutschen Durchschnittsgehalts kam, waren es 2011 82,7 Prozent.

"Das gleicht sich allerdings zum Teil durch die meistens geringeren Lebenshaltungskosten in den neuen Bundesländern aus", erklärt Lehmann. Dennoch sei ein realer Abstand bei den Gehältern nach wie vor vorhanden, was in erster Linie an der schwächeren Produktivität läge. "Wenn man die Bruttoinlandsprodukte zwischen Ost und West vergleicht, hat es dort in den vergangenen Jahren keine signifikante Angleichung gegeben", so der Wirtschaftsforscher. "Und im Endeffekt können höhere Löhne nur gezahlt werden, wenn entsprechend mehr eingenommen wird." Das Institut rechnet deshalb auch nicht damit, dass sich die Löhne in den alten und neuen Bundesländern in naher Zukunft angleichen werden.

Im Freistaat legten die relativen Gehälter im Landkreis Mittelsachsen am stärksten zu. Von 19 1717 Euro zu Anfang des Jahrzehnts auf 24 020 Euro im Jahr 2011. Ein Effekt den der Ökonom unter anderem auf den Boom der dort neu angesiedelten Solarbranche in der Mitte der Dekade zurückführt. Insgesamt wuchs der Durchschnittslohn in Sachsen in dem Zeitraum um 20,8 Prozent. Gleichzeitig verteuerten sich die Lebenskosten im Freistaat. Laut einer Auflistung des Landesamtes für Statistik lag die Teuerungsrate bei 15,9 Prozent.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.08.2013

Florian Theis

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