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Lokales Brückenbauarbeiten: Gravierende Einschränkungen für das Dresdner Stadtfest
Dresden Lokales Brückenbauarbeiten: Gravierende Einschränkungen für das Dresdner Stadtfest
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11:38 19.01.2017
Die Augustusbrücke liegt im sensibelsten Bereich Dresdens, dem historischen Zentrum. Das Bauwerk muss dringend saniert werden. Die Arbeiten hätten längst beginnen sollen, doch die Planfeststellung ist noch nicht abgeschlossen.   Quelle: dpa-Zentralbild
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Dresden

 Die Sanierung der Augustusbrücke, die laut städtischem Straßen- und Tiefbauamt Ende März beginnen soll, hat noch gravierendere Auswirkungen auf das Stadtfest als bisher bekannt. In einer aktuellen Vorlage für den Stadtrat ist von erheblichen Einschränkungen bis hin zur Nutzungsunfähigkeit im Bereich Schloßplatz und Theaterplatz die Rede. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat wegen der Brückenbauarbeiten den Wegfall der Veranstaltungsflächen auf der Neustädter Seite für die Jahre 2017 bis voraussichtlich 2019 beschlossen.

Zwar soll während der Arbeiten an der Augustusbrücke der Zugang zur Neustadt erhalten bleiben, aber über eine Behelfsbrücke erfolgen, die einem riesigen Fußgängeraufkommen zum Stadtfest nicht gewachsen wäre. Deshalb wurde die Neustadt vom Festgelände abgehängt. Nun geht es um die Flächen, die für die Baustelleneinrichtung benötigt werden. Dafür sind nach den Unterlagen für den Stadtrat der komplette Schloßplatz und Teile des Theaterplatzes vorgesehen. Die nicht verfügbaren Flächen umfassen den Angaben zufolge 13 700 Quadratmeter, dafür sind Ausweichflächen von 5660 Quadratmetern direkt vor der Semperoper geplant.

Für den Brückenbau müssen Teile des Theaterplatzes und der Schlossplatz gesperrt werden (siehe die rot markierten Bereiche in der Grafik). Das hat Auswirkungen auf das Stadtfest, im nächsten Jahr aber auch auf den Semperopernball. Quelle: Alexander Eylert

Das Stadtfest hat deshalb deutlich weniger Fläche als in den Vorjahren zur Verfügung. Von den Plänen könnten aber auch andere Veranstaltungen wie die Dampferparade am 1. Mai oder das Stollenfest und sogar der Semperopernball betroffen sein. Die Augustusbrücke soll für rund 23 Millionen Euro umfassend saniert werden und unter anderem einen neuen Brückenbogen über das Terrassenufer erhalten.

Beim Baubeginn gibt es noch große Fragezeichen: Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat das Planfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhart Koettnitz rechnet für März mit dem Planfeststellungsbeschluss. LDS-Sprecher Holm Felber verweist auf den Erörterungstermin Ende Januar. „Danach sollte absehbar sein, bis wann das Verfahren mit einem Beschluss zum Ende kommen kann“, erklärte er auf Anfrage.

Eigentlich sollte der Bau längst begonnen haben. An den Brückenköpfen wurde bereits gearbeitet. Der verspätete Baustart für den Brückenkörper wirkt sich auch auf die geplante Fertigstellung aus, wie Koettnitz erklärte. Wenn es tatsächlich Ende März losgehen sollte, peilt das Straßen- und Tiefbauamt das Frühjahr 2019 als Übergabetermin an.

Holger Zastrow, Vorsitzender der Fraktion FDP/Freie Bürger, zeigte sich überrascht von den Plänen. „Bisher ging es beim Stadtfest immer um die Neustädter Seite. Dass es auch auf Altstädter Seite massive Einschränkungen geben soll, ist mir neu.“ Das Straßen- und Tiefbauamt greife in einen der sensibelsten Bereiche von Dresden ein. „Da kann ich mir nur Augenmaß wünschen.“

Von der Stadtverwaltung fordert Zastrow Konzepte, die die Eingriffe möglichst kompensieren. „Wir müssen überlegen, wie wir Altstadt und Neustadt während des Baus für Touristen attraktiv halten. Die Sanierung der Brücke muss sein, das ist keine Frage. Aber die Auswirkungen müssen wir beachten und Ausgleichsmaßnahmen entwickeln.“ Die Frage laute unter anderem: „Wie können Touristen in die Neustadt geführt werden?“ Zastrow kündigte an, diese Problematik im Stadtrat zu thematisieren.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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