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Lokales Bretter sägen und Wände lasieren für den Nachwuchs - zweite Waldorf-Kita in Plauen
Dresden Lokales Bretter sägen und Wände lasieren für den Nachwuchs - zweite Waldorf-Kita in Plauen
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17:41 09.09.2015
Theresa, Finja, Leni und Julius (v.l.) backen zur Eröffnungsfeier ihres neuen Waldorf- Kindergartens in Plauen süße Waffeln. Quelle: Dietrich Flechtner
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Sie gründen eine Elterninitiative und schaffen eine maßgeschneiderte Kita. So wie beim Waldorfkindergarten in Strehlen. Als die Nachfrage immer größer wurde, ging die Elterninitiative einen ungewöhnlichen Weg: Sie beschloss, einen zweiten Kindergarten in Plauen zu gründen. Am Freitag wurde die offizielle Eröffnung an der Klingenberger Straße 1 gefeiert.

"Ich erinnere mich noch daran, wie Eltern Lampen anbringen, Bretter sägen, Wände lasieren - unermüdlich Tag für Tag, Woche für Woche", blickte die Leiterin der Strehlener Kita, Tabea Pontius, auf die lange Bauphase zurück. Vier Jahre galt es, am Ball zu bleiben und nicht den Mut zu verlieren. So kam das Okay der Stadt für einen Kitaausbau im ursprünglich ausgesuchten Haus auf der Klingenberger Straße 7 zu spät. Der Bauherr hatte bereits mit dem Wohnungsbau begonnen. Dann bot sich 2012 die Hausnummer 1 an.

Doch auch hier gab es Probleme: Schiefe Wände, Pfusch aus alten Zeiten und dazu wurde die Klingenberger Straße selbst einige Monate zur Baustelle. Die Eltern hielten durch. Als der Eröffnungstermin vom Frühjahr 2014 in den Herbst verschoben werden musste, wurde in der Strehlener Waldorf-Kita eine Notbetreuung für bereits angemeldete Kinder eingerichtet. Im August konnten die Erzieher und Kinder endlich einziehen. Der dreistöckige Altbau bietet Platz für 18 Krippen- und 46 Kindergartenkinder und ist fast voll belegt. Die Leiterin der neuen Kita, Susann Mick, will zum Ende des Jahres noch drei Integrationskinder aufnehmen. Der pädagogische Ansatz der Waldorf-Kita zielt auf die menschliche Entwicklung ab: Kinder brauchen dafür ihre Zeit und den nötigen Raum, um ihre individuelle Persönlichkeit entfalten zu können.

Für die private Bauherrin Katharina Demuth war es das erste Objekt, das sie vom Wohnhaus in eine Kita umwandelte. Mit allen neuen Anforderungen: speziellen Akustikdecken, Fluchtwegen, Speiseaufzug und Mini-WCs. Rund eine Million Euro hat die Bauherrin investiert. Vertreter der Stadt konnten bei der Eröffnung nicht vorbeikommen. Sozialbürgermeister Martin Seidel eröffnete zeitgleich die städtische Kita "Bunte Kinderwelt" und den Hort der 14. Grundschule an der Bergstraße 6. Für drei Millionen Euro wurde das Gebäude für 16 Krippenkinder, 69 Kindergartenkinder und 132 Hortkinder saniert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.09.2014

Madeleine Arndt

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