Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales „Braut der Submission“ war diesmal Berg-Ahorn
Dresden Lokales „Braut der Submission“ war diesmal Berg-Ahorn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:09 17.01.2018
Die kleine faule Stelle im Kern ist unerheblich, sagt Hendrik Scholz. Er steht an der „Braut der Submission“ – einem Berg-Ahorn-Stamm. Quelle: Catrin Steinbach
Anzeige
Dresden

Rund 85 000 Waldbesitzer gibt es in Sachsen. Wobei um die 55 Prozent eine Waldfläche unter einem Hektar Größe bewirtschaften. Um wertvolle Holzstämme, die zum Beispiel für den Innenausbau, den Bau von Möbeln und Instrumenten oder auch die Herstellung von Furnier verwendet werden können, an den Mann bzw. die Frau zu bringen, organisiert der Sachsenforst alljährlich eine sogenannte Wertholzsubmission. Sie ermöglicht auch Besitzern von kleinen Waldstückchen, einzelne Stämme einem breiten Interessentenkreis zu offerieren. Die Holzkäufer profitieren ebenfalls von dem breiten, an einem Ort konzentrierten Angebot.

Bei der Säge- und Wertholzsubmission in der Dresdner Heide kamen 948 Festmeter Holz unter den Hammer. Zwei Drittel der Stämme stammten aus Privatwäldern, acht Prozent aus kommunalen Wäldern, 5 Prozent aus Kirchenwäldern und der Rest aus Wäldern, die im Besitz des Freistaates sind. Das Gros der angebotenen Bäume (58 Prozent) waren – entsprechend der großen Nachfrage – Stiel- und Traubeneichen, gefolgt von Lärchen (14 Prozent), Roteichen (7 Prozent) und Fichten (6 Prozent).

In diesem Jahr wurden in der Heide 948 Festmeter Holz von 110 Waldbesitzern feilgeboten. Bis Mittwoch, 8 Uhr, konnten Gebote abgegeben werden. Am Ende beteiligten sich 34 Bieter. „32 erhielten einen Zuschlag, zwei gingen leer aus“, so Hendrik Scholz, als Referatsleiter Holzmarkt im Sachsenforst für die Submission verantwortlich. Ein Drittel der Interessenten kam aus Sachsen. Zudem war eine polnische und eine österreichische Firma unter den Bietern. Der „Rest“ der Unternehmen, die sich an der Versteigerung beteiligten, verteilt sich auf das gesamte Bundesgebiet.

Insgesamt wurde ein Erlös von etwa 370 000 Euro erzielt. Der wertvollste Einzelstamm – die „Braut der Submission“ war am Ende ein Bergahorn aus dem Staatswald im Forstbezirk Bärenfels, Revier Tharandt. Er erzielte 3903 Euro (was pro Kubikmeter 1414 Euro entspricht). 2017 lag das Höchstgebot für eine Stiel-Eiche bei 4589 Euro /1289 Euro pro Kubikmeter). Auch diesmal waren vor allem Stiel- und Traubeneichen gefragt. „Hochwertiges Eichenholz liegt voll im Trend“, so Renke Coordes, Referent der Geschäftsführung des Staatsbetriebes Sachsenforst. Auch ein hierzulande seltener Baum aus dem Forstgarten Tharandt – eine Libanonzeder – kam unter den Hammer. Sie ist ein Opfer des Sturmes im Oktober.

Von Catrin Steinbach

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„DJ Dreikantfeile“, wie ihn seine Maschinenbaustudenten nennen, will am Donnerstag wieder das Partypublikum im Kraftwerk Mitte zum Tanzen bringen. Bereits zum dritten Mal tauscht der Professor für Konstruktionstechnik und Dekan der Fakultät Maschinenwesen, Ralph Stelzer, im Rahmen der Professorennacht den Hörsaal gegen das DJ-Pult.

17.01.2018

Noch einmal hat die Initiative „Wohnen am Leipziger Bahnhof“ bei einer Diskussionsrunde im Rathaus darauf gedrungen, das Areal am alten Leipziger Bahnhof nicht für eine Globus-Ansiedlung zu nutzen. Stattdessen solle ein neuer Stadtteil mit Wohnen und Gewerbe entstehen. Entscheiden dazu muss der Stadtrat – und das offenbar bis zum Frühjahr.

17.01.2018
Lokales Zuwachs trotz bundesweitem Schwund - Dresdner SPD: 17 Prozent mehr Mitglieder

Auch wenn die SPD bundesweit eher an Interesse verliert, kann sich die Dresdner Partei um einen Zuwachs von 17 Prozent im Vergleich zu 2016 freuen. SPD-Vorsitzender Richard Kaniewski sieht die Partei auf dem richtigen Weg.

17.01.2018
Anzeige