Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Brand verursacht, Kokain besessen, Beamte verhauen
Dresden Lokales Brand verursacht, Kokain besessen, Beamte verhauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:52 24.12.2016
Quelle: dpa
Dresden

Dumm gelaufen, kann man nur sagen. Da hat Oliver M. wohl so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Deshalb saß der 44-Jährige am Freitag vor dem Amtsrichter. Zuerst vergaß er die Herdplatten in der Küche seiner Wohnung in Pieschen auszumachen, als er die Wohnung verließ. Die Platten brannten durch, entzündeten Frittierfett und das löste einen Brand aus. Die Wohnung wurde durch die starke Verrußung unbewohnbar und auch die Außenfassade wurde teilweise beschädigt – Sachschaden über 12000 Euro. Die Feuerwehr rückte an und löschte den Brand, dann kam die Polizei. Die sah sich in der Wohnung um, traf zwar den Mieter nicht an, fand dafür aber sieben Cliptütchen mit Kokain.

Als Oliver M. erschien, versuchte er zunächst die Drogen heimlich an sich zu nehmen und sich dann dünne zu machen. Vergeblich, er wurde aufgehalten. Als ihn die Beamten auf das Kokain ansprachen, versuchte es der Angeklagte blöderweise mit einem Bestechungsversuch. Er bot den Polizisten rund 350 Euro an, die er in der Wohnung hatte. Im Gegenzug sollten sie doch bitte den Mantel des Schweigens über die Sache breiten. Die Beamten lehnten danken ab und da wurde Oliver M. ungehalten und sehr rabiat. Er schlug um sich und würgte sogar eine Beamtin. Vier Polizisten waren nötig um ihn zur Räson zu bringen – drei von ihnen wurden bei der Aktion verletzt.

Wegen fahrlässiger Brandstiftung, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter Beamtenbestechung wurde er gestern zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss er eine Geldbuße in Höhe von 630 Euro an die Staatskasse zahlen.

Von Monika Löffler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Entscheidung im Streit zwischen Ingolf Knajder, Chef des Vereins „Dresdner Bürger helfen Obdachlosen und Bedürftigen“ und Andreas  Schönherr, dem Vorsitzenden der Dresdner Tafel, bei. Richter Jens Maier untersagte Knajder, den Satz „Solchen Menschen wünsche ich den baldigen Tod und nichts anderes“ in Richtung des Tafelchefs zu wiederholen.

24.12.2016

Heiligabend reduzieren die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) die von ihnen angebotenen Bus- und Straßenbahnfahrten. Grund sei die am 24. Dezember geringere Nachfrage nach öffentlichem Personennahverkehr, wie es aus dem Unternehmen heißt. „Außer dem Weihnachtsmann sind in Dresden am Heiligabend traditionell nur wenige Einheimische und Gäste unterwegs“, ist in einer Mitteilung der DVB zu lesen.

24.12.2016

Weit über 10.000 Menschen haben auch in diesem Jahr die Weihnachtliche Vesper vor der Dresdner Frauenkirche gefeiert und dabei ein Zeichen für Respekt und für ein friedliches Miteinander gesetzt. Die größte Geste kam dabei zum Schluss. Vor dem auseinandergehen reichten sich Tausende Menschen symbolisch die Hände.

23.12.2016