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Lokales Maria und Mario außer Rand und Band in Dresden
Dresden Lokales Maria und Mario außer Rand und Band in Dresden
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13:59 23.11.2018
„Bonnie und Clyde für Arme“ müssen sich nun vor Gericht verantworten (Symbolbild). Quelle: dpa
Dresden

Am 24. Januar dieses Jahres wurde Mario K. aus der Haft entlassen – eineinhalb Jahre hatte er im Gefängnis gesessen – vier Monate später zog er dort wieder ein. Mit ihm landete Maria B. in Untersuchungshaft. Das Pärchen war als „Bonnie und Clyde für Arme“ durch die Neustadt gezogen. Am Donnerstag teilten sie sich die Anklagebank im Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Duo unter anderem räuberischen Diebstahl, Raub und gefährliche Körperverletzung vor.

Maria und Mario sollen am 21. Mai in einem Geschäft auf dem Bischofsplatz den Ladeninhaber und die Kassiererin attackiert und verletzt haben. Die Angeklagten hatten dort zunächst einige Getränkedosen geklaut und dann den Inhaber, als er sie darauf ansprach, geschlagen und mehrmals zu Boden gestoßen. Bei der Rangelei sei seine Papiertüte kaputt gegangen, ließ Mario K. seine Verteidigerin erklären. Welch Verbrechen! Deshalb habe er von der Kassiererin Schadensersatz gefordert. Als die dies zurückwies, soll ihr der Angeklagte den Verkaufstresen in den Bauch gerammt und sie dadurch zu Fall gebracht und verletzt haben. Das Duo ließ als Schadensersatz eine Schachtel Zigaretten mitgehen, marschierte in den nächsten Laden, klaute eine Flasche Schnaps und wurde prompt wieder erwischt.

Polizisten beleidigt und angegriffen

Als die Polizei anrückte, muss die kleine Maria B. zu Höchstform aufgelaufen sein. Laut Anklage beschimpfte und beleidigte sie die Beamten – „Bullenschweine“, „Fotzen“ – und schlug und trat auf sie ein. In ihrem Stoffbeutel trug die 25-Jährige ein Butterflymesser mit sich herum. Der jungen Frau warf die Staatsanwaltschaft zudem mehrere Ladendiebstähle und Schwarzfahrten vor.

Die räumte die Angeklagte auch ein – was die Diebestour à la Bonny und Clyde betrifft, hatte Maria genau wie Mario erhebliche Gedächtnislücken. Schuld sei der viele Alkohol gewesen, den sie an jenem Tag bei einer feucht-fröhlichen Party mit anderen Feierwütigen in einem Übergangswohnheim für Obdachlose getrunken hätten. Dort haben sich die beiden an jenem Tag auch erst kennengelernt und dort, so die Angeklagte, muss ihr irgendjemand das Messer ins Beutelchen gesteckt haben. Als der Schnaps alle war, zogen Maria und Mario los. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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