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Ministerium: Bildungsempfehlung ist „fundierte Entscheidungshilfe"

Bildung Ministerium: Bildungsempfehlung ist „fundierte Entscheidungshilfe"

Den Grundschülern der 4. Klasse stehen entscheidende Tage ins Haus. Nach den Ferien gibt es die Bildungsempfehlungen und dann muss entschieden werden, ob die Kinder an der Oberschule oder dem Gymnasium ihren Bildungsweg fortsetzen. Dabei ist einiges zu beachten.

 
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Für die Grundschüler stehen in den nächsten Wochen entscheidende Schritte für den weiteren Bildungsweg an. Mit Ausgabe der Bildungsempfehlung am Mittwoch, dem 28. Februar, können Eltern ihre Kinder bis spätestens Mittwoch, den 7. März, an einer Oberschule oder an einem Gymnasium für das Schuljahr 2018/2019 anmelden. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Die Eltern haben dabei freie Ortswahl und sind nicht an einen Schulbezirk gebunden.

Anmeldungen an den städtischen Oberschulen der Landeshauptstadt Dresden sind möglich am Donnerstag, 1. März, Montag, 5. März, und Dienstag, 6. März, jeweils in der Zeit von 13 bis 18 Uhr. An den städtischen Gymnasien sind Anmeldungen bis zum 7. März während der Öffnungszeiten des jeweiligen Schulsekretariats möglich. Die künftigen Fünftklässler können ihre Eltern begleiten, um bei dieser Gelegenheit ihre neue Schule kennenzulernen. Wenn Eltern die Anmeldezeiten nicht wahrnehmen können, sollten sie laut Mitteilung der Stadt rechtzeitig im Schulsekretariat einen anderen Termin vereinbaren. Neben dem Original der Bildungsempfehlung und der Geburtsurkunde des Kindes sind bei einer Anmeldung am Gymnasium das zuletzt erstellte Zeugnis der zuvor besuchten Schule und bei einer Anmeldung an einer Oberschule das zuletzt erstellte Zeugnis oder die zuletzt erstellte Halbjahresinformation der zuvor besuchten Schule vorzulegen. Da an einigen Schulen die Nachfrage die Aufnahmekapazitäten übersteigt, ist es empfehlenswert zur Schulanmeldung zwei alternative Wunschschulen zu benennen.

Das sächsische Kultusministerium bezeichnete die Bildungsempfehlung am Montag als „fundierte Entscheidungshilfe“. Der Notenschnitt der Fächer Mathe, Deutsch und Sachkunde bilde eine Säule der Bildungsempfehlung. Für eine Empfehlung für das Gymnasium muss der Durchschnitt der drei Fächer bei 2,0 oder besser liegen. Als zweite Säule werden das Lern- und Arbeitsverhalten der Schüler betrachtet. So sei das Gymnasium vor allem dann in Betracht zu ziehen, wenn an der Grundschule gute oder sehr gute schulische Leistungen ohne Lernschwierigkeiten und ohne größeren Aufwand erreicht worden sind. Sei für gute schulische Leistungen schon ein erhöhter Aufwand notwendig gewesen, sollte die Oberschule in Betracht gezogen werden. Als erste Regel sollte gelten, sein Kind nicht unter Druck zu setzen. Die Wahl der Schulart nach Klasse 4 sei keine endgültige Entscheidung, auch später sei der Wechsel ans Gymnasium möglich und auch mit einem guten Abschluss der Oberschule würden sich „ausgezeichnete Berufschancen“ eröffnen.

Wollen Eltern trotz Empfehlung für die Oberschule ihr Kind an einem Gymnasium anmelden, muss laut Kultusministerium zwingend eine einstündige Leistungserhebung am gewählten Gymnasium erfolgen, die Deutsch, Mathe und Sachkunde umfasst. Anhand dieser würden die Eltern durch die Schulleitung oder erfahrene Lehrkräfte des Gymnasiums erneut beraten. Dabei werde auch auf Risiken hingewiesen, die sich durch eine unpassende Schulwahl ergeben können: Demotivation, Über- oder Unterforderung. Die schriftliche Leistungserhebung ist in diesem Jahr für den 8. März angesetzt.

Von Ingolf Pleil

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