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Bilbliothek Dresden Langebrück nun im Bürgerhaus

Weg aus den feuchten Räumen Bilbliothek Dresden Langebrück nun im Bürgerhaus

Nach jahrzehntelanger Odyssee durch das Dorf und den Stadtteil hat die Bibliothek Langebrück nun ein neues Domizil gefunden: Sie ist aus den feuchten Räumen an der Weißiger Straße in das helle Bürgerhaus an der Hauptstraße umgezogen

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Quelle: Heiko Weckbrodt

Dresden. Nach jahrzehntelanger Odyssee durch das Dorf und den Stadtteil hat die Bibliothek Langebrück nun ein neues Domizil gefunden: Sie ist aus den feuchten Räumen an der Weißiger Straße in das helle Bürgerhaus an der Hauptstraße umgezogen. Ortsvorsteher Christian Hartmann (CDU) verknüpft mit dem Wechsel auch stadtplanerische Hoffnungen: Die Bibliothek soll endlich Schwung und Leben in der Bürgerhaus bringen, das bisher etwas lahm vor sich hingedämmert hat. Und für Bibliotheken-Direktor Arend Flemming ist ganz klar: „Zum Bürgerhaus gehört einfach eine Bibliothek dazu“, sagte er zur Wiedereröffnung.

Dass die rund 73 000 Euro Umzugskosten gut angelegtes Geld sind, davon ist auch Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) überzeugt: Mancher stelle zwar die Frage, wozu Bibliotheken im Digital-Zeitalter überhaupt noch gut seien. „Aber Bibliotheken sind eben auch Orte, an denen Freude am Wissen vermittelt wird. Das leistet der Internet-Anschluss daheim nicht“, sagte sie.

Rückhalt genießt das Team um Bibliotheks-Leiterin Martina Rudolph in der Ortschaft auf jeden Fall: Fast 600 der rund 3800 Einwohner von Langebrück sind Nutzer der Leihbücherei.

Zudem ist die wechselvolle Geschichte der Bibliothek eng mit der von Langebrück verknüpft. Bereits 1885, so erzählt Ortsvorsteher Hartmann, legten engagierte Unternehmer 50 Mark zusammen, auf dass das Dorf eine eigene Bibliothek bekomme. Tatsächlich dauerte es aber noch ein Vierteljahrhundert, bis aus dieser Vision Papier und Stein wurde: Im Oktober 1911 öffnete die erste Volksbibliothek in der Langebrücker Schule. Sie hatte nur eine Stunde – von 19 bis 20 Uhr – auf und verlangte damals noch zwei Pfennig Leihgebühr pro Buch.

1940 wurde aus der Volksbibliothek eine modernere Gemeindebücherei, die ein eigenes Häuschen in der Dresdner Straße 13 zugeteilt bekam. Nach dem Tod von Bibliotheksleiter Tittel verwaiste die Leihbücherei zunächst und wurde zum Flüchtlingsquartier.

Nach dem Krieg vagabundierte die Bibliothek weiter voller Unrast durchs Dorf: 1950 öffnete sie in der Weißiger Straße 5, zog später in die Moritzstraße 3 um. 1992 kam sie in unbeheizten Räumen in der Dresdner Straße 1 unter. 1998 fand sie in der Weißiger Straße 5 einen feuchten Unterschlupf. Weil Baumängel, Nässe und mangelnde Behinderten-Freiheit immer mehr zum Problem wurden, kam es nun zum Umzug in Bürgerhaus. Ihre lichten neuen Räume wollen die Bibliothekare heute bei einem Familienfest allen Langebrückern vorstellen.

Von Heiko Weckbrodt

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