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Lokales Biergarten-Eröffnung an der Drachenwiese lässt noch auf sich warten
Dresden Lokales Biergarten-Eröffnung an der Drachenwiese lässt noch auf sich warten
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12:52 24.09.2018
Der neue Biergarten im Großen Garten an der Stübelallee ist fertig. Quelle: Catrin Steinbach
Dresden

Im Juni wollten die bekannten Gastronomen Ralph und Rastislav Krause im Großen Garten – direkt an der Stübelallee – einen neuen Biergarten eröffnen. Das einstige Einnehmerhäuschen ist saniert, die Stühle und Tische stehen – aber das Tor ist zu. „Wir stehen Gewehr bei Fuß. Theoretisch könnten wir schon lange Bier ausschenken“, sagt Ralph Krause. „Doch praktisch dürfen wir es nicht, weil die Bauabnahme noch nicht erfolgt ist.“

Zum einen habe es während der Bauarbeiten „auf unseren Wunsch hin“ eine kleine Umplanung gegeben. „Bei einem solch alten Gebäude kann das schon mal passieren“, so der Bauherr. Zum anderen habe der Denkmalschutz noch kein grünes Licht gegeben.

Diskussionspunkt ist wohl die Holzverkleidung an der neu errichteten Mauer entlang der Stübelallee. Verwendet wurde – wie an der Fassade des Anbaus am Einnehmerhaus – Lärchenholz. „Das vergraut mit der Zeit und wirkt sehr natürlich“, findet Ralph Krause. Die Frage ist, ob das aus denkmalpflegerischer Sicht akzeptabel ist.

Es kommen noch viele Sommer!

Weil die Gebrüder Krause noch nicht wissen, ob die Mauer so bleiben kann oder nicht und wann die Bauabnahme erfolgt, können sie auch immer noch keinen Eröffnungstermin nennen. „Es kann sein, dass nächste Woche alle Probleme gelöst sind oder in vier Wochen noch nicht.“

Dass wettermäßig gesehen die Biergarten-Tage jetzt wohl rarer werden, sehen die Krause-Brüder natürlich mit einem weinenden Auge. Doch sie versuchen es locker zu nehmen. „Wir haben einen Erbpachtvertrag für die nächsten 66 Jahre. Da kommen noch viele Sommer. Aber wir freuen uns wirklich selber sehr darauf, wenn wir endlich aufmachen können. Denn die Resonanz der Menschen, die hier vorbeigehen, ist durchweg positiv.“

Einen Namen haben die Krause-Brüder für die neue Sommerwirtschaft an der Drachenwiese längst gefunden: „Paul Rackwitz – Neue Welt“. Das ist eine Reminiszenz an ihr bekanntes Lokal „Paul Rackwitz“, das sich bis 2015 in Plauen befand und als Institution galt.

„Rackwitz – neue Heimat“ konnten wir nicht nehmen, weil es in Berlin einen Partyveranstalter gibt, der „Neue Heimat“ geschützt hat. Deshalb also „Neue Welt“ – ein Anklang an Donath’s Neue Welt, eine berühmte Dresdner Vergnügungsstätte in Tolkewitz, das 1956 geschlossen wurde.

Von Catrin Steinbach

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