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Lokales Biergärten: Schillergarten bleibt die Nummer Eins
Dresden Lokales Biergärten: Schillergarten bleibt die Nummer Eins
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09:58 24.09.2018
Blick in den Biergarten der historischen Gaststätte „Schillergarten“ am Blauen Wunder. Quelle: dpa/Arno Burgi
Dresden

Rekordsommer in Deutschland – der Zeitraum von April bis Juli diesen Jahres geht als der wärmste seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen 1881 in die Geschichte ein. Die Dresdner Biergärten freuen sich – die Besucherzahlen sind im Vergleich zum verregneten Sommer 2017 stabil.

Der beliebteste Biergarten der Dresdner ist, wie bereits im letzten Jahr, der Schillergarten am Blauen Wunder. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des TU-Instituts für Kommunikationswissenschaft für die Dresdner Neuesten Nachrichten. Demnach wählten neun Prozent der 502 Befragten das Traditionshaus zu ihrem Lieblingslokal im Sommer.

Saison ohne einen schlechten Monat

Der Schillergarten ist ein wahres Traditionshaus – bereits seit 1730 existiert er, damals noch unter dem Namen „Schankwirtschaft Blasewitz“. Seit 14 Jahren ist er nun unter der Führung von Gastwirt Frank Baumgürtel. „Circa 800 Plätze finden sich im Selbstbedienungsbiergarten, dazu kommen 200 Plätze auf der bedienten Terrasse“, erklärt Thomas Jacob, PR-Manager des Lokals. Das macht den Biergarten zu einem der größten in Dresden. Besonders sind aus Jacobs Sicht der traumhafte Elbblick und die Lage am Blauen Wunder.

Mittlerweile ist der Biergarten bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen bekannt und beliebt. Jacob erzählt, dass normalerweise immer ein schlechter Monat in der Biergartensaison dabei ist. Das macht diesen Sommer für ihn auch so außergewöhnlich: Bereits seit April herrscht bis auf einzelne Ausnahmen gutes Wetter. Die lange Saison habe trotzdem eine Besonderheit, erklärt Jacob: „Tagsüber ist viel weniger los, aber abends herrscht dafür dann mehr Besuch“. Auf die Frage nach seiner persönlichen Empfehlung rät er zur Schillergarten Rostbratwurst – ein Klassiker der eigenen Fleischerei des Restaurants.

Biergarten am Radweg mit Möglichkeit zur Elbüberquerung: der Fährgarten Johannstadt. Quelle: Anja Schneider

Den zweiten Platz im Umfrageranking belegt der Fährgarten Johannstadt. Auch dieses Ergebnis blieb gegenüber dem letzten Jahr unverändert. Der Fährgarten besteht seit 1925 und wurde 1996 von Jens Bauermeister, dem heutigen Geschäftsführer, übernommen. Der Biergarten bietet 600 Plätze und liegt nur etwa 20 Meter vom Elbufer entfernt.

Blick in die Natur und ganz nah an der Elbe

„Einzigartig sind die schattige und direkt am Elberadweg gelegene Lage sowie die fußläufige Stadtnähe“, sagt Bauermeister. Aber auch die sechs Fassbiersorten und der Bootsanlegesteg für das Elbetaxi und Privatpersonen tragen für ihn zur Einmaligkeit des Lokals bei. Seinen Gästen empfiehlt Bauermeister sein Leibgericht, Böhmische Knödel mit Gulasch. Der Geschäftsführer lobt außerdem die lange und kontinuierliche Saison, die der Rekordsommer beschert hat: „Das Arbeiten war dieses Jahr sehr angenehm, da man durch das beständige Wetter gut planen konnte“.

Mit direktem Blick in die Natur ganz nah an der Elbe zu sitzen, ist also das, was viele Dresdner lieben und bei ihrer Biergartenauswahl beachten. Beim Bierpreis herrscht zwischen Platz eins und zwei allerdings kein Unterschied: Der halbe Liter kostet jeweils 3,90 Euro.

Platz 3 in der DNN-Umfrage belegte der Biergarten am Restaurant Torwirtschaft im Großen Garten. Quelle: Anja Schneider

Doch es gibt auch noch andere Biergärten, die Dresdner in ihr Herz geschlossen haben. Den dritten Platz belegte die Torwirtschaft im Großen Garten mit sechs Prozent der Stimmen. Das Ballhaus Watzke folgt mit vier Prozent auf dem vierten Platz.

Überraschend auf dem fünften Platz liegt die Saloppe mit zwei Prozent der Stimmen. Auffallend ist, dass das Lokal letztes Jahr bei der Befragung nur einmal genannt wurde. Die Saloppe galt zu dem Zeitpunkt auch noch als „Geheimtipp“ der Redaktion.

Für alle, die es etwas ruhiger mögen, gibt es natürlich auch ein paar Geheimspots ohne Massenansturm: Die Erbgerichtsklause, die Scheune oder der Rosengarten eignen sich für einen gemächlicheren Besuch. Die meisten Befragten hatten aber sowieso keine besondere Biergartenvorliebe – Hauptsache ein kühles Blondes eben.

Von Annafried Schmidt

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