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Bienenvölker ziehen in Dresdner Kulturpalast

Verkauf von „Palast Honig“ ab August Bienenvölker ziehen in Dresdner Kulturpalast

Zwei Monate nach der Eröffnung des Kulturpalastes ziehen endlich auch die letzten Nutzer in den sanierten Komplex ein. Vier Bienenvölker des Dresdner Imkervereins stehen seit Donnerstag in ihren Beuten genannten Holzkästen

Imkerin Lisa Becker kümmert sich um die Bienen am Kulturpalast.
 

Quelle: Hauke Heuer

Dresden.  Zwei Monate nach der Eröffnung des Kulturpalastes ziehen endlich auch die letzten Nutzer in den sanierten Komplex ein. Vier Bienenvölker des Dresdner Imkervereins stehen seit Donnerstag in ihren Beuten genannten Holzkästen auf der dem Altmarkt zugewandten Terrasse und schwärmen in die ganze Stadt aus, um fleißig schmackhaften Honig zu produzieren.

Das dürfte künftig vor allem die kleinen Besucher der Kinderbibliothek freuen, die die fleißigen Tiere mit platter Nase durch die Fensterscheiben betrachten können. Extra für die Bienen wurde ein spezieller Teil in der Kinderbibliothek eingerichtet, der viel Literatur zum Thema anbietet. „Wir wollen in Zukunft eng mit Schulen zusammenarbeiten und beispielsweise gemeinsam mit Schülern den Honig schleudern“, erklärt die Leiterin der Zentralbibliothek Marit Kunis-Michel.

Neben der Zusammenarbeit mit der Bibliothek kooperiert der Imkerverein an dem Standort auch mit der FU Berlin. Eines der Völker ist sozusagen im 21. Jahrhundert angekommen und wurde in einem Versuchsaufbau mit einem kleinen Computer verdrahtet, der permanent Daten sammelt. Der Zweck dieser Hightech-Installation: Stoßen Bienen während der Futtersuche auf Giftstoffe wie beispielsweise Pestizide, führen sie nach der Rückkehr in die Beute einen anderen Tanz auf, der den anderen Insekten die Futterquelle anzeigt, als üblich. „Die Bienen sind sozusagen irritiert und ein bisschen benommen“, erklärt Tino Lorz, Vorsitzender des Imkervereins. Der Computer zeichnet diese Bewegungen mit Hilfe eines elektromagnetischen Feldes auf und kann so die Giftquelle ziemlich genau auf einer Karte darstellen.

Dass der Honig der im Zentrum der Stadt beheimateten Bienen eine gute Qualität hat, hält Lorz für fast garantiert. „Bereits bis 2014 hatten wir zwei Völker auf dem Gelände zu stehen. Damals flogen die Tiere bis zum Raps auf der Südhöhe. Darüber hinaus filtern die Bienen den Nektar“, erklärt er. Ab August soll das süße Gold unter dem Namen „Palast-Honig“ direkt im Kulturpalast verkauft werden. Sollten die vier Völker ihre Arbeit gut machen, könnten rund 120 Kilo Honig zusammenkommen.

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Am Donnerstag haben vier Bienenvölker auf der Terrasse des Kulturpalastes Quartier bezogen

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Bis dahin müssen die Bienen noch fleißig sammeln und an ihren Waben bauen. Damit das gelingt, sieht Lisa Becker, die beim Imkerverein einen Bundesfreiwilligendienst absolviert, regelmäßig nach den Völkern. Die Ökologin dokumentiert gemeinsam mit ihrer Kollegin Susanne Handrick in einem Blog auf der Homepage die Arbeit des Imkervereins, der mehrere Völker im gesamten Stadtgebiet betreut. Wer sich für die Bienen am Kulti interessiert, bleibt hier auf dem Laufenden.

www.imkerverein-dresden.de

Von hh

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