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Lokales Bewohnerparken erschwert Pläne für Radweg an Gefahrenstraße
Dresden Lokales Bewohnerparken erschwert Pläne für Radweg an Gefahrenstraße
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09:41 25.10.2018
Nils Larsen (ADFC), Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain und Fraktionsvorstand der Grünen, Thomas Löser, (v.l.) diskutierten mit Interessierten. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Dresdner Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen wagten am Dienstagabend ein Experiment: Diskussionsrunde in der Straßenbahn. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Thomas Löser und Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßten eine Hand voll Interessierte, um über den Stand der Dinge beim Thema Radverkehrskonzept zu diskutieren. Bis 2025 sollen insgesamt 447 Maßnahmen umgesetzt werden, die das Radfahren in Dresden erleichtern und attraktiver gestalten sollen. Fünf Maßnahmen des Konzeptes wurden in diesem Jahr abgeschlossen.

Vor allem der Gefahrenpunkt St. Petersburger Straße bereitet dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC) sowie den Gästen der Diskussion große Sorge. Mitte August ereignete sich dort ein tödlicher Unfall mit einer Radfahrerin durch eine sich plötzlich öffnende Tür eines parkenden Autos. In einer Petition für eine sichere Radspur an der St. Petersburger Straße sammelte der ADFC kürzlich insgesamt über 5000 Unterschriften. Sie wünschen sich einen Radweg, der durch einen Grünstreifen von der Straße getrennt ist.

Schmidt-Lamontain und die Stadtverwaltung sind sich der Problematik bewusst. „Wir prüfen derzeit zwei mögliche Lösungen“, erklärt der Baubürgermeister. Um einen separaten Radweg zu schaffen, wie es sich der ADFC vorstellt, müssten Bordsteinkanten verschoben und der mittlere Grünstreifen verkleinert werden. Eine andere Option sei das Streichen der Stellplätze. Doch da hat Schmidt-Lamontain wenig Hoffnung, denn es handelt sich dort um Bewohnerparkplätze. 110 davon müssten gestrichen werden und es blieben 70 Plätze für 180 berechtigte Bürger. Auch ein Umverteilen auf anliegende Tiefgaragen, wie es ein Diskussionsteilnehmer vorschlägt, sei nicht ohne weiteres möglich. Das würde einen Präzedenzfall schaffen und dann könnten Forderungen von anderen Bewohnern nach einem überdachten Stellplatz laut werden. Außerdem seien diese mit bis zu 70 Euro pro Monat um einiges teurer. Schmidt-Lamontain bezweifelt, dafür eine Mehrheit im Stadtrat zu bekommen.

Die Menge der Fragen hielt sich an diesem Abend, ebenso wie die Anzahl der Gäste in Grenzen und so endete das Experiment Straßenbahn-Diskussion nach eineinhalb Stunden – Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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