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Lokales Bevölkerungsprognose hat Einfluss auf Schulnetzplanung in Dresden
Dresden Lokales Bevölkerungsprognose hat Einfluss auf Schulnetzplanung in Dresden
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20:39 13.12.2017
Quelle: Stadt Dresden

Die neue Bevölkerungsprognose für Dresden hat Einfluss auf die gegenwärtige Schulnetzplanung der Stadt. Beim notwendigen Änderungsbedarf tritt die Verwaltung jedoch auf die Bremse: „Der vorliegende Entwurf der Schulnetzplanung ist insgesamt weiterhin stimmig“, erklärte der Bereich von Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) auf DNN-Anfrage. Wie sich die Zahlen in der politischen Diskussion auswirken werden, bleibt abzuwarten.

Nach den Angaben der Stadt kalkuliert die aktuelle Bevölkerungsprognose bei den erwarteten Geburten und den Dreijährigen kaum Abweichungen zur letzten Prognose. Bei den Sechsjährigen würden gegenüber der letzten Prognose im Maximum – im Jahr 2022 – bis zu 160 Kinder (+ 2,7 Prozent) mehr erwartet. Bereits im Jahr 2027 sinke die Prognose der Sechsjährigen jedoch um 250 Kinder.

Aber: Wenn sich der bis ins Jahr 2022 prognostizierte Anstieg der Schülerzahlen verstetige, bedarf es laut Stadtverwaltung „in einigen gemeinsamen Schulbezirken beziehungsweise Planungsregionen entsprechender Anpassungsmaßnahmen“. Bei der Planung von Kapazitätserweiterungen sollten aber auch – wie schon in der Vergangenheit – die leicht rückläufigen Schülerzahlen ab 2022 beachtet werden, heißt es.

Nach diesen Einschätzungen zeichnet sich in den gemeinsamen Grundschulbezirken Altstadt 1 sowie Pieschen 1 und 2 jeweils eine leichte Entspannung ab. In anderen Schulbezirken – die Stadt nennt Schönfeld-Weißig, Leuben, Prohlis 2, Cotta 1 und 3 – sind in den nächsten Jahren Mehrbedarfe von jeweils bis zu zwei Zügen zu erwarten. „Diese Mehrbedarfe sollen vorrangig durch volle Kapazitätsausnutzung kompensiert werden“, erklärte die Stadt. Allerdings gibt es auch hier Unwägbarkeiten: „Bei Verstetigung von Bedarfen sind auch Neu- oder Erweiterungsbauten zu planen“, konstatiert die Verwaltung.

Bei den Oberschulen ergebe sich „in der gesamtstädtischen Betrachtung eine ausreichende Versorgungssituation“. Dennoch seien zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung in den Planungsregionen Linkselbisch Mitte/Ost (Ortsämter Altstadt, Blasewitz und Leuben) und Linkselbisch West (Cossebaude, Oberwartha, Mobschatz, Gompitz, Altfranken, Cotta) „entsprechende Anpassungsmaßnahmen“ vorgesehen. So soll die Entflechtung eines Doppelstandortes (37. Grund-/36. Oberschule) „planerisch vorbereitet werden“.

Für die Gymnasien werden bis zum Schuljahr 2026/2027 durchgängig höhere Zugänge prognostiziert. So sind in den Planungsregionen Linkselbisch Ost (Blasewitz, Leuben, Prohlis), Rechtselbisch Mitte (Neustadt, Pieschen) und Linkselbisch Süd/West (zwischen Plauen und Cossebaude) Mehrbedarfe von bis zu einem Zug zu erwarten. Diese Mehrbedarfe sollen durch die Erhöhung von Zügigkeiten und die Vorgründung des Gymnasiums Freiberger Straße (Gymnasium Dresden-West, bislang für 2020/2021 vorgesehen) gedeckt werden. „Bei Bedarfsverstetigung kann es auch notwendig werden, ein weiteres Gymnasium – rechtselbisch – zu gründen.“

Lediglich bei den Förderschulen werden seitens der Stadt im Lichte der neuen Bevölkerungsprognose „nur marginale Auswirkungen auf die jeweilige Bedarfssituation“ erwartet.

Die nötigen Veränderungen stünden dem Beschluss des Schulnetzplanes nicht entgegen. Sie würden als Anlage dem Schulnetzplan hinzugefügt. So kommt die Stadt zu dem Schluss:„Zeitliche Verzögerungen sind in diesem Zusammenhang nicht zu erwarten.“

Von Ingolf Pleil

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