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Besetzer der Projektbaracke an der TU Dresden diskutierten mit dem Rektor über neue Räume

Besetzer der Projektbaracke an der TU Dresden diskutierten mit dem Rektor über neue Räume

Der Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, hat sich gestern mit Vertretern des Studentenrates und Mitgliedern der Freirauminitiative "POT 81" getroffen.

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Die Stimmung war angespannt, als Rektor Hans Müller-Steinhagen und seine Mitarbeiter mit Studentenvertretern und Besetzern diskutierten.

Quelle: Hauke Heuer

Letztere besetzen seit über zwei Wochen eine Baracke der Universität an der Hübnerstraße in der Südvorstadt. Aus Brandschutzgründen hatte die Universität kurz vor Weihnachten die in der Baracke ansässigen studentischen Projekte, wie die Jurastudentenvereinigung "ELSA Dresden e.V.", die Hochschulgruppe für Tourismus, den Universitätschor und Paul Consultants aufgefordert, das Objekt bis zum 11. Januar zu verlassen (DNN berichteten). Der Grund für die Räumung ist ein Gutachten des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements (SIB), aus dem hervorgehe, dass von der Elektrik der alten Nachtspeicheröfen in dem Gebäude eine hohe Brandgefahr ausgehe.

Fast alle Projekte sind der Aufforderung zur Räumung auch gefolgt, beziehungsweise nutzen die Räumlichkeiten nur noch als Lagerstätte. Anders die Mitglieder der Freirauminitiative "POT 81". Sie haben Anfang 2010 dem damaligen Rektor der TU, Prof. Hermann Kokenge abgerungen, dass die Universität dem Studentenrat die besagte Projektbaracke zur Verfügung stellt, um Räumlichkeiten für studentische Projekte zu schaffen. Dem vorangegangen war eine monatelange Besetzung des Potthoffbaus im Herbst 2009, die eben diese Räume einforderte. Nun beharren die Mitglieder von "POT 81" auf ihrem Anspruch auf die Räume und harren in dem Gebäude aus. Die gestrige Zusammenkunft war ein erster Versuch beider Konfliktparteien, die angespannte Situation zu entschärfen. Zuerst forderten die Besetzer, dass Wasser und Strom in der Baracke wieder angestellt werden. Die Universität hatte das Gebäude vergangene Woche von der Versorgung trennen lassen. Müller-Steinhagen zeigte sich in diesem Punkt nicht kompromissbereit und verwies auf straf- und versicherungsrechtliche Konsequenzen, die sich daraus ergeben würden. "Wir haben vom SIB die klare Vorgabe, das Gebäude zu räumen und dürfen uns diesem Verwaltungsakt nicht widersetzen", erklärte Müller-Steinhagen den anwesenden Studenten die Situation. Die führten aus, dass mit dem Abstellen der Nachtspeicheröfen Ende des vergangenen Jahres die Gefahr gebannt sei und es keinen Grund gebe, Strom und Wasser abzustellen.

Weiterhin fordern die Besetzer, dass die Universität Ersatzräumlichkeiten zu Verfügung stellt, wenn die Baracke an der Hübnerstraße nicht zu halten sei. Auch dieser Forderung erteilte Müller-Steinhagen eine Absage. "Der TU fehlen derzeit 30000 Quadratmeter an Raumkapazität, so dass wir bereits viel zu wenig Platz für die Forschung haben. Darüber hinaus verfügt das SIB über die Universitätsräumlichkeiten", begründete er und fügte hinzu: "Wir dürfen nicht einmal unsere Wände selber streichen."

Einig waren sich alle Parteien darüber, dass es auch in Zukunft Raum für studentische Initiativen an der Universität geben muss. Der Rektor will nun zeitnah ein Gespräch mit dem SIB anbahnen, in dem er zusammen mit Vertretern des Studentenrates für zusätzliche Räume eintreten will.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.01.2013

Hauke Heuer

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