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Lokales Berufsschüler in Dresden machen mit Sonde spektakuläre Bilder
Dresden Lokales Berufsschüler in Dresden machen mit Sonde spektakuläre Bilder
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13:05 08.04.2019
Dieses Foto stammt von der Sonde am Ballon, der in einer Höhe von 38.900 Metern platzte. Quelle: Sonde
Dresden

Lange haben sie daran gearbeitet, jetzt ist es gelungen: Schüler des Beruflichen Schulzentrums für Agrarwirtschaft und Ernährung in Dresden-Altroßthal haben ein atemberaubendes Experiment unternommen. Sie ließen einen Ballon in die Stratosphäre steigen, die ersten Ergebnisse sind beeindruckend.

Die Schüler der 12. Klassenstufe des Beruflichen Gymnasiums am BSZ Agrarwirtschaft und Ernährung in Dresden-Altroßthal und ihre Lehrerin Maria Bräuer im Kurs Umweltanalytik nutzen den Flug um die Umweltbedingungen in der Stratosphäre zu untersuchen.

Bei einem Tag der offenen Tür Anfang März wollten die Schüler die Aktion bereits starten. Gegen 11 Uhr sollte ein Stratosphärenballon in die Luft gehen. Hefezellen, eine kleine Pflanze und der pflanzliche Farbstoff Chlorophyll waren als Passagiere vorgesehen und sollten mit dem Ballon bis in eine Höhe von 40 Kilometern aufsteigen.

Die Schüler des Umweltanalytikkurses wollen herausfinden, wie das „Gepäck“ auf die veränderten Lebensbedingungen reagiert und ob ein Überleben in diesen Höhen möglich ist. Der Ballon ist ein Projekt von Schülern der Jahrgangsstufe 12 im Umweltanalytikkurs, die damit auch auf ihre Schule aufmerksam machen wollen. Nach der Prognose der Schüler sollte der Ballon gegen 15 Uhr wieder landen. Doch der Wind machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Der Start war nicht möglich.

Ballon platzte in großer Höhe

Am vergangenen Freitag sah das nun anders aus. Das Wetter war sonnig, es herrschte nahezu Windstille. Ideale Startbedingungen. Das BSZ konnte nach langer Planung und Vorbereitung seinen Wetterballon steigen lassen.

Neben Kameras, GPS-Tracker und einem Datenspeicher wurden Reagenzgläser an der Sonde befestigt. Die Schüler der 12. Klassenstufe und ihre Lehrerin Maria Bräuer im Kurs Umweltanalytik nutzen den Flug, um die Umweltbedingungen in der Stratosphäre zu untersuchen. Wie Schulleiterin Anja Unger gegenüber den DNN jetzt mitteilte, legte die Sonde etwa 140 Kilometer zurück. In einer Höhe von 38 900 Metern platzte der Heliumballon. Unvorhersehbare Quellwolken trieben die Sonde mit dem Fallschirm unerwartet in die Wälder von Polen.

Gelandet in Bäumen 15 Metern Höhe, wartete die Technik dann auf die Bergung. Nach abenteuerlicher Suche erhalten nun die Schüler atemberaubende Filmaufnahmen und viele Messdaten und Beobachtungen – die sollen nun im Umweltanalytikkurs ausgewertet werden.

Die Stratosphäre ist die zweite Schicht der Erdatmosphäre. Sie liegt über der Troposhäre etwa in 15 bis 50 Kilometern Höhe. In dieser Luftschicht befindet sich auch die Ozonschicht, die die Erde vor Strahlenschäden schützt. Wolken gibt es in dieser Höhe kaum noch.

Von Ingolf Pleil

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