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Lokales Berühmter Verkehrspolizist – Der „Karajan vom Schillerplatz“ kommt ins Museum
Dresden Lokales Berühmter Verkehrspolizist – Der „Karajan vom Schillerplatz“ kommt ins Museum
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06:20 28.10.2018
Günther Jakob steht noch einmal am Schillerplatz und zeigt das Ölgemälde, auf dem ihn der Künstler Thomas Brethfeld als „Der Karajan vom Schillerplatz“ verewigt hat. Quelle: FAnja Schneider
Dresden

Für viele Dresdner hat der „Karajan vom Schillerplatz“ einen festen Platz im Gedächtnis, jetzt bekommt der Verkehrspolizist auch einen im Museum. Ein Ölgemälde, das den Verkehrspolizisten Günther Jakob in Aktion zeigt, ist nun ein Exponat des Polizeimuseums geworden.

„Mit dem Gemälde geht er in die Polizeigeschichte ein“, sagte Polizeipräsident Horst Kretzschmar. Zur feierlichen Übergabe regelten am Freitag noch einmal Polizisten den Verkehr am Schillerplatz.

Zwischen 1979 und 1994 stand Günther Jakob alias der „Karajan vom Schillerplatz“ fast täglich auf der belebten Kreuzung zwischen Trabis, W50-Lastern, Fußgängern und Radlern. Heute lernen die Polizisten zwar noch, wie sie mit einem Signalstab den Verkehr regeln. „Aber sie müssen es nur noch sehr selten tun“, berichtet Kretzschmar.

„Ich habe erst diese Woche erfahren, dass es ein Gemälde von mir gibt“, sagt Jakob. Das Ölbild hatte der Künstler Thomas Brethfeld vor elf Jahren seiner Freundin Evelin Bieber als Erinnerung an den beliebten Verkehrsdirigenten zum Geburtstag geschenkt. Seitdem hing das Gemälde in ihrem Büro nahe am Schillerplatz. Nun endet ihre Amtszeit und sie hat sich entschlossen, das Bild der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

1994 lösten Ampeln den Polizisten am Schillerplatz ab. Doch von seinen Signalstäben konnte er sich nie ganz trennen, zwei bewahrt er zu Hause auf. „Die Arbeit hat mir Spaß gemacht“, sagt der 67-Jährige. „Der Großteil der Leute hat immer freundlich gegrüßt“. Das hat sich bis heute nicht geändert. Auch ohne Uniform wird der Ex-Polizeihauptmeister in Dresden erkannt und angesprochen.

Von Tomke Giedigkeit

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