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Lokales Bergung geglückt: Salz-Frachter Albis ist wieder frei
Dresden Lokales Bergung geglückt: Salz-Frachter Albis ist wieder frei
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19:41 31.03.2016
Quelle: R. Halkasch
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Dresden

Das auf der Elbe in Dresden havarierte Lastschiff „Albis“ ist wieder frei. Zwei Bergepanzer und ein Schlepper drehten den Frachter am Montagmittag innerhalb von wenigen Minuten längs zur Elbe und zogen ihn elbaufwärts von der Brücke weg. Daraufhin habe das Schiff seine Fahrt zum Heimathafen in Tschechien ohne größere Schäden fortgesetzt, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Dresden mitteilte. „Es verlief alles reibungslos“, so der stellvertretende WSA-Leiter Karsten Wild.

Der Bereich um die Brücke und die Elbufer auf beiden Seiten wurden während der Bergung abgesperrt. Hunderte Schaulustige verfolgten das Spektakel.

Exakt acht Minuten hat es am Ende gedauert. Der vor einer Woche havarierte Frachter Albis ist wieder frei. Mit einem Schlepper und zwei Bergepanzern wurde der Frachter am Montagmittag von der Albertbrücke weg wieder in die Fahrrinne gezogen.

Das tschechische Schiff war am vergangenen Montag von starker Strömung quer gegen einen Pfeiler der Albertbrücke gedrückt worden. Das knapp 80 Meter lange Schiff blockierte seither die Durchfahrt. Bis zum Sonntag muasasste es zunächst von seiner schweren Ladung - rund 800 Tonnen Salz - befreit werden.

Das WSA sprach von der schwersten Schiffshavarie auf der Elbe in Sachsen seit 1978. „Die Planung und Organisation der Entladung und des Freischleppens war eine technische und organisatorische Herausforderung“, so das WSA. Geräte und Technik konnten auf der Elbe nur aus Tschechien oder von Land aus zum Unfallort gebracht werden. Die Bergungskosten werden den Angaben zufolge von dem tschechischen Reeder übernommen. Die Ursache für die Havarie muss noch untersucht werden.

DNN-Liveticker: So lief das Freischleppen:

13.45 Uhr: Die Elbe ist wieder für die Schifffahrt freigegeben. Es gibt keine störenden Ablagerungen in der Fahrrinne.

12.54 Uhr: Für das Wasser- und Schifffahrtsamt war der Fall der "Albis" die schwerste und schwierigste Havarie seit 1978 auf der Elbe in Sachsen. Damals verklappte ein Motorgütergüterschiff vor der Marienbrücke in Dresden und versperrte die Durchfahrtsöffnungen. Damals bestand sogar direkte Gefahr für die Marienbrücke. Durch die Sperrung entstand ein erheblicher Schifffahrtsstau auf der Elbe. Viele Güterschiffe warten in Häfen in Tschechien und Deutschland oder wurden in Häfen entlang ihrer Fahrtroute umgeladen und die Ladung per LKW oder Bahn zum Zielort transportiert. Die wirtschaftlich negativen Auswirkungen für die Güter-, Fahrgast- und Hotelschifffahrt waren laut WSA hoch. Und nicht zuletzt wird es für den Reeder der "Albis" ein teurer Spaß.

12.39 Uhr: Ganz frei schwimmt die Albis noch nicht. Das Schiff wird geschleppt und parallel überprüft.

12.28 Uhr: Bevor auch der Fluss wieder für alle anderen Schiffe freigegeben wird, wird der Untergrund noch mit den Peilschiffen "Biela" und "Domfelsen" kontrolliert.

12.25 Uhr: Nun ist auch die Albertbrücke wieder freigegeben. Während der Bergungen mussten die Straßenbahnlinien 6 und 13 umgeleitet werden.

12.17 Uhr: Das Entladen dauerte fast eine Woche, dafür ging das Freischleppen umso schneller. Die Albis liegt wieder in der Fahrrinne.

12.08 Uhr. Das ging flott. Die Albis ist frei! Acht Minuten hat es nur gedauert.

Foto: cs

12.03 Uhr: Die Seile sind straff. Die Winden arbeiten. Und die "Albis" bewegt sich.

11.58 Uhr: Es geht los. Der Schlepper Beskidy lichtet die Anker und geht in Position.

Foto: cs

11.49 Uhr: Gleich wird es ernst. Mit Hilfe der zwei Kettenfahrzeuge und eines Schleppers soll die Albis von der Brücke weg und in den Strom gezogen werden. Dann soll sie aus eigener Kraft weiterfahren können. Bei dem Manöver wird das Schiff an einem Pfeiler der Brücke entlang schrammen. Das sei statisch jedoch unbedenklich, die Albertbrücke halte das aus.

11.42 Uhr: Nur noch Feuerwehr und Polizei dürfen sich jetzt im Uferbereich aufhalten. Schaulustige müssen aufs Käthe-Kollwitz-Ufer, und auch dort auf den der Elbe abgewandten Fußweg. Grund dafür: Sollte eines der Seile reißen, herrscht Lebensgefahr.

Foto: cs

11.27 Uhr: Die Polizei fordert die Schaulustigen auf Johannstädter Seite jetzt auf, die Elbwiesen zu verlassen.

11.04 Uhr: Die Biela, das Schiff des Wasser- und Schiffahrtsamtes, hat am Morgen die Albis verlassen und bewacht jetzt das Geschehen auf der Elbe.

Foto: cs

10.55 Uhr: Die Zahl der Schaulustigen vor Ort ist enorm.

Foto: cs

10.50 Uhr: Die in der Nacht eingetroffenen Panzer stehen jetzt 90 Meter auf Johannstädter und 280 Meter auf Neustädter Seite von der Brücke entfernt bereit.

Foto: cs

10.45 Uhr: Die Vorbereitungen sind erledigt, immer mehr Feuerwehr und Polizei trifft ein, um den Arbeitsbereich abzusperren.

Foto: cs

10.40 Uhr: Dresdens Feuerwehrchef Andreas Rümpel erklärt den Ablauf.

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