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Lokales Bereits neun Tote: Grippefälle in Sachsen nehmen weiter stark zu
Dresden Lokales Bereits neun Tote: Grippefälle in Sachsen nehmen weiter stark zu
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16:42 25.02.2018
Die Grippe breitet sich weiter aus. Quelle: dpa
Dresden

Die Grippeepidemie in Sachsen hält weiter an. Seit Saisonbeginn sind 12 810 Menschen erkrankt, neun starben an der Influenza. Allein in der Vorwoche kamen 3738 neue Fälle hinzu, wie die Landesuntersuchungsanstalt (LUA) in Chemnitz mitteilt.

In Dresden waren es 416 Fälle (Vorwoche: 368), im Landkreis Meißen 165 (149), im Kreis Bautzen 309 (249) und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge waren es 224 (Vorwoche: 189) neue Fälle. Trotz sächsischer Schulferien verzeichne man bei den Ansteckungen ein sehr hohes Niveau, heißt es. In der Vorwoche waren die Behörden noch davon ausgegangen, dass der Höhepunkt der Grippewelle erreicht ist. Bei den Grippetoten handele es sich um fünf Frauen und vier Männer im Alter zwischen 64 und 91 Jahren. Sie stammen aus den Landkreisen Chemnitz, Görlitz, Zwickau, Leipzig sowie aus Mittelsachsen und dem Vogtlandkreis.

„Alle bisher in Sachsen während der Saison gemeldeten neun Todesfälle waren durch Influenza B verursacht“, so die LUA. Bei den in dieser Saison dominierenden B-Viren handelt es sich in 99 Prozent aller Fälle um Viren der Yamagata-Linie, gegen die die Dreifachimpfung nicht schützt. Bis auf knapp vier Prozent der Betroffenen hatten alle Erkrankten keine Impfung.

In Thüringen fällt die diesjährige Grippewelle nicht so schlimm aus wie in der Vorsaison. Zwischen dem Spätherbst und Ende vergangener Woche wurden laut Sozialministerium annähernd 2800 nachgewiesene Krankheitsfälle registriert. In der Grippesaison 2016/17 waren es zum gleichen Zeitpunkt rund 3600. Allein seit Jahresbeginn wurden in Thüringen über 1300 Grippefälle gemeldet, die Dunkelziffer dürfte aber noch deutlich höher sein, wie die Barmer in Thüringen mitteilt.

In Brandenburg grassiert dagegen die Grippe. Allein in der dritten Februarwoche wurden 689 neue Fälle gemeldet, in der Vorwoche waren es erst 518 Fälle, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Seit Jahresbeginn wurden damit bereits fast 2400 Fälle gemeldet. Diese Zahl ist allerdings noch etwas niedriger als im Vorjahreszeitraum, als fast 2900 Erkrankungen gemeldet wurden.

Die Grippewelle in Sachsen-Anhalt steuert auf ihren Höhepunkt zu. In der vergangenen Woche wurden 1556 Influenza-Diagnosen gestellt, das waren 500 Befunde mehr als in der Vorwoche, wie das Landesamt für Verbraucherschutz berichtete. Der wöchentliche Spitzenwert des Vorjahres sei übertroffen worden. Seit Beginn der Saison im September registrierten die Behörden 4759 Grippe-Erkrankungen.

Bundesweit starben in dieser Saison bisher 136 Menschen an der Grippe – in 88 Fällen an der B-Influenza. Angesteckt haben sich deutschlandweit über 82 000 Menschen, gut 13 000 mussten im Krankenhaus behandelt werden. Allein in der vergangenen Woche kamen mehr als 23 000 im Labor bestätigte Grippefälle hinzu, teilt das Robert-Koch-Institut in Berlin mit.

Von Andreas Dunte

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