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Lokales Belebung für das Heizhaus im Dresdner Kraftwerk Mitte
Dresden Lokales Belebung für das Heizhaus im Dresdner Kraftwerk Mitte
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12:00 18.08.2017
Weiterer Meilenstein bei der Belebung des Kraftwerks Mitte: „neonworx office wirtschaftlicher Verein“ hat in der Heizzentrale seine neuen Räumlichkeiten eröffnet. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Weiterer Meilenstein bei der Belebung des Kraftwerks Mitte: „neonworx office wirtschaftlicher Verein“ hat in der Heizzentrale seine neuen Räumlichkeiten eröffnet. Der Verein Neonworx hat das Gebäude vom Eigentümer Drewag-Stadtwerke gemietet und vermietet Büros, Minibüros oder einfach nur Schreibtische an Unternehmen und Unternehmer aus der Kreativwirtschaft.

„Es liegt in der Natur unseres Hauses, dass ein hoher Wechsel stattfinden wird“, erklärte Martin Fiedler, Vorstandsvorsitzender von neonworx office w.V. Das wird diejenigen Interessenten freuen, die auf der langen Warteliste stehen. Im Moment sind alle Büros gebucht. „Wir haben nichts mehr frei außer einzelne Arbeitsplätze„, hebt der Vorstandsvorsitzende die Hände.

Über 20 Unternehmen haben ihren neuen Firmensitz im Kraftwerk Mitte bezogen, darunter Architekten, Landschaftsarchitekten, technische Designer, Software-Entwickler, Animationsfilmer und Messeplaner. „Wir haben bei der Sanierung gemeinsam mit den Stadtwerken geschaut, was wir brauchen und worauf wir verzichten können, um den Mietpreis zu senken“, so Fiedler. Die Mieter erhalten den kompletten Service: Schnelles Internet, bei Bedarf Besprechungsräume und Kaffee auf Knopfdruck. „Den kann man per SMS bestellen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Mit dem Restaurant „Neue Sachlichkeit“ der Betreiber Lorenz Köhler und Christoph Radtke hat die zweite gastronomische Einrichtung im Kraftwerk Mitte nach dem Bistro „T1“ eröffnet. Der Name ist Programm, die Einrichtung im Erdgeschoss der Heizzentrale ist schlicht in Holz und Stahlrohr gestaltet. 35 Sitzplätze im Gebäude und 35 weitere im Hof gibt es, den Gästen werden italienische und deutsche Gerichte geboten.

„Wir brauchen solche Initiativen“, lobte Drewag-Geschäftsführer Reinhard Richter den Verein, Kreativwirtschaft passe in das Konzept des Kraftwerks Mitte. Die Stadtwerke könnten sich einiges vom noenworx-Konzept abschauen: „Wir wollen am Hauptbahnhof ein neues Gebäude errichten und diskutieren über moderne Arbeitswelten.“ Richter hofft, das neonworx nicht der letzte neue Mieter im Kraftwerksareal bleibt. Mit dem Freistaat verhandeln die Drewag seit Monaten über einen Einzug der Puppentheatersammlung ins Umspannwerk. Im Juni verkündete Staatsminister Fritz Jaeckel (CDU) den bevorstehenden Vertragsabschluss, doch der lässt immer noch auf sich warten.

Auf neue Verträge für kreative Unternehmen hofft Robert Franke, Leiter des städtischen Amtes für Wirtschaftsförderung. Deshalb hat er eine Kreativraumbörse etabliert, die jetzt neun Monate von neonworx betrieben wird. „Wir erhalten jede Menge Mietanfragen und versuchen, die Interessenten mit anderen Anbietern ins Gespräch zu bringen“, erklärt Anika Glowania, Projektleiterin bei neonworx.

Die Heizzentrale bezeichnete Franke als ganz wichtigen Baustein. „Das ist der richtige Ort, um Freischaffende und Kreative zusammenzubringen“, findet er. Wie sehr sich das städtische Amt für die Belange der Kreativwirtschaft einsetzen will, zeige die Einstellung von Annika Schröter. Die neue Mitarbeiterin soll den Kontakt zu den Unternehmen halten. Gegenwärtig wirbt sie für die 2. Stufe beim städtischen Programm Kreativraumförderung, die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 25. Oktober.

Der Service in der Heizzentrale umfasst längst nicht nur frischen Kaffee oder günstiges Essen in der „neuen Sachlichkeit“. Auch Pilates-Kurse im Erdgeschoss gehören dazu. „Wer im Sitzen arbeitet, freut sich über Bewegung“, meint Fiedler lächelnd.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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