Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Behörden warnen vor gefährlichem Schädling – Warnschilder im Wald bei Weixdorf
Dresden Lokales Behörden warnen vor gefährlichem Schädling – Warnschilder im Wald bei Weixdorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:27 09.09.2015
Hinweisschild "Helfen sie uns" mit der Abbildung mehrerer Eichenprozessionsspinner (EPS) Quelle: dpa

Der Schädling gilt im Freistaat zwar nicht so sehr als Bedrohung für die Wälder, aber als Gesundheitsrisiko für den Menschen.

Die Raupen des kleinen Falters besitzen sogenannte Brennhaare, die bei direktem Kontakt oder hoher Konzentration in der Luft zu Atembeschwerden, Juckreiz und Entzündungen führen können. Im vergangenen Sommer waren in Dresden 15 Mädchen und Jungen aus einem Waldkindergarten betroffen. In der Fachwelt wird der Falter kurz EPS genannt.

Im Unterschied zu anderen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg war er in Sachsen lange nicht aufgetaucht. Am 25. Juni 2012 hatte eine aufmerksame Bürgerin in Weixdorf Raupen des Eichenprozessionsspinners gesichtet und die Behörden informiert. Nun versucht der Freistaat, sich mit Pheromon-Fallen vor einen „Zuflug“ der Falter aus anderen Bundesländern zu schützen. Die Fallen sind mit dem Lockstoff der EPS-Weibchen ausgerüstet und ziehen deshalb die männlichen Falter magisch an.

Nach den Worten von Markus Biernath, Leiter des Forstbezirks Dresden, breiten sich die Populationen im Schnitt um 20 Kilometer pro Jahr aus. Die Experten rechnen damit, dass sich der Eichenprozessionsspinner bei zunehmender Erwärmung weiter in Deutschland breitmacht. Der Klimawandel begünstigt diese Entwicklung. Bei einer massenhaften Vermehrung bedrohen die Schädlinge auch den Eichenbestand.

Die jungen Raupen befinden sich in den Baumkronen und fressen dort im Frühjahr die jungen Blätter weg. Die Raupennester werden in der Regel mit Spezialtechnik abgesaugt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Eröffnungstermin für die Waldschlößchenbrücke steht immer noch nicht fest. Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz sagte am Donnerstag, die Arbeiten an der Elbquerung seien zu 90 Prozent abgeschlossen.

09.09.2015

An über 50 000 DDR-Patienten haben westdeutsche Pharmaunternehmen ihre Medikamente getestet. Viele hunderttausend D-Mark sollen für die Durchführung der über 600 Studien geflossen sein.

09.09.2015

Im Streit um den Betreiber der neuen Kita an der Weißiger Hauptstraße wird sich Hochland-Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr (CDU) heute im Jugendhilfeausschuss wohl nicht durchsetzen können: Selbst seine Parteifreunde im Ausschuss verweigern ihm die Gefolgschaft.

09.09.2015