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Lokales Beherberungssteuer: Tourismusbranche widerspricht Dresdens OB Hilbert
Dresden Lokales Beherberungssteuer: Tourismusbranche widerspricht Dresdens OB Hilbert
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09:05 12.07.2017
„Hotel“ ist auf dem Dach eines Gebäudes in Dresden zu lesen.   Quelle: dpa/Arno Burgi
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Dresden

 Der Tourismusverband Dresden (TVD) und der Branchenverband Dehoga Dresden haben eine Reform der Beherbergungssteuer angemahnt. Der von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gegenüber DNN geäußerte Vorschlag, die Beherbergungssteuer bei 6,6 Prozent zu belassen und die Mehreinnahmen in die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 zu investieren, sei zweifellos ein „sehr interessanter Vorschlag“, erklärte TVD-Vorsitzender Johannes Lohmeyer. „Die Tourismuswirtschaft begrüßt die Bewerbung ausdrücklich und unterstützt diese. Allein schon der Bewerbungsprozess, vor allem aber eine Zuerkennung des Titels, liefern wertvolle Impulse für das Kulturreiseziel Dresden.“

Der Vorschlag des OB greife aber zu kurz, so Lohmeyer. Die Beherbergungssteuer liege in Dresden deutlich über den von anderen Kommunen erhobenen Sätzen, die bis zu 5 Prozent gehen würden. Zudem würden alle anderen Kommunen einen erheblichen Teil der Einnahmen aus dieser Steuer in das Tourismusmarketing investieren. „Die Höhe der Dresdner Beherbergungssteuer und die Tatsache, dass derzeit nichts davon im Tourismusmarketing landet. schwächt Dresdens Position im nationalen und internationalen Wettbewerb enorm“, so der TVD-Vorsitzende.

Der TVD begrüße den Vorstoß der Grünen, die Beherbergungssteuer ab 2019 auf 6 Prozent zu senken und bis dahin die Überschüsse in das Tourismusmarketing zu investieren. „Wir sind davon überzeugt, dass der OB, der auch für die Wirtschaftsförderung verantwortlich zeichnet, ein vitales Interesse an der Wettbewerbsfähigkeit der zweitgrößten Branche seiner Stadt haben sollte“, erklärte Lohmeyer. Der Dresdner Dehoga-Vorsitzende Rolf-Dieter Sauer geht davon aus, dass die Einnahmen aus der Beherbergungssteuer auch in diesem Jahr höher ausfallen werden als ursprünglich erwartet, zumal nun auch Kleinstvermieter steuerpflichtig seien.

Im Haushalt für 2017 und 2018 sind Einnahmen von 8,3 Millionen Euro pro Jahr aus der Beherbergungssteuer eingeplant. Ursprünglich sollte die Abgabe einmal sechs Millionen Euro pro Jahr in die Stadtkasse bringen. Tatsächlich sind es aber 2016 rund 9,14 Millionen Euro geworden. In Erwartung wieder steigender Übernachtungszahlen könnte durchaus ein Überschuss von 1,2 Millionen Euro erzielt werden, für den dann eine Verwendung gesucht wird. Der Stadtrat hat die Thematik am 17. August auf der Tagesordnung.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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