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Lokales Begrüßungsbesuche haben in Dresden Hochkonjunktur
Dresden Lokales Begrüßungsbesuche haben in Dresden Hochkonjunktur
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11:02 27.09.2016
Quelle: dpa
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Dresden

 Mitarbeiterinnen des Jugendamtes haben seit August 2009 insgesamt 13 469 Begrüßungsbesuche bei frischgebackenen Eltern absolviert. Diese Zahl teilte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt auf Anfrage von SPD-Stadtratsfraktionsgeschäftsführer Thomas Blümel mit. So hätten die Mitarbeiterinnen im Jahr 2014 2101 Eltern von Neugeborenen besucht, 2015 2260 und bis zum 31. Juli dieses Jahres 1407.

Damit haben die Mitarbeiterinnen in diesem Jahr fast die Hälfte aller Familien besucht, bei denen eine Geburt gemeldet wurde, so Hilbert, die Quote liegt bei 45 Prozent. In den Vorjahren schwankte der Prozentsatz zwischen 30 im Jahr 2012 und 41 im Jahr 2010. Der Begrüßungsbesuch ist ein Angebot des Jugendamtes, bei dem eine Mitarbeiterin auf Wunsch zu den Familien von Neugeborenen nach Hause kommt. Die Eltern von Neugeborenen erhalten ein Glückwunschschreiben, mit dem der Besuch angeboten wird.

Bei dem Besuch überreichen die Mitarbeiterinnen den Eltern ein Begrüßungsgeschenk, das aus dem Elternordner „gesund groß werden“, einem Nachschlagewerk für die ersten Lebensjahre und der Broschüre „Willkommen im Leben“ besteht. Die Mitarbeiterinnen können auch Auskunft über Angebote im Wohngebiet der Eltern wie Stillberatung, Krabbelgruppen oder Babyschwimmen geben.

Die Verwaltung erhalte sehr oft eine positive Resonanz auf den Besuch, könne aber die Wirksamkeit nicht systematisch erheben, so Hilbert. Der Datenschutzbeauftragte fordere eine sofortige Löschung der Adressdaten nach dem ersten Besuch. So könne ein Zweibesuch nur dann erfolgen, wenn es die betreffende Familie ausdrücklich wünsche.

Für das Angebot stehen laut dem OB sechs Stellen zur Verfügung, wobei es sich um vier feste Personalstellen und zwei befristete Arbeitsverhältnisse handele. Fünf Mitarbeiterinnen würden in Teilzeit arbeiten. Die Stellen würden zur Hälfte vom Freistaat und zur Hälfte von der Kommune finanziert.

Aus der Antwort von Hilbert geht auch hervor, dass im vergangenen Jahr 856 Kinder geboren wurden, deren Eltern Arbeitslosengeld II (hartz IV) bezogen. Bis zum Juli dieses Jahres betrifft das 187 Kinder. Diese Zahl könnte aber noch steigen, so Hilbert, da Geburten oftmals verspätet angezeigt würden.

9848 Mütter und Väter haben im Jahr 2014 laut dem OB Elterngeld beantragt, 2015 waren es 9490. Bis zum 30. Juni dieses Jahres gingen bereits 4895 Elterngeldanträge ein. Hinzu kommen 608 Anträge auf Landeserziehungsgeld in diesem Jahr. 2015 waren es 1278 Anträge auf diese Leistung, 2014 1432.

Die Bearbeitungszeit der Anträge ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2014 musste eine Mutter oder ein Vater noch 49,5 Werktage auf einen Elterngeld-Bescheid warten, 2015 waren es schon 54 Tage, jetzt sind es 66. Beim Landeserziehungsgeld dauert es aktuell 64 Tage. Abhilfe soll mehr Personal im Sachgebiet Elterngeld/Erziehungsgeld schaffen – zwei freie Stellen sollen unverzüglich besetzt werden. Dann wäre das Sachgebiet mit 16.05 Vollzeitstellen ausgestattet, so Hilbert. Die Stadt strebe eine Bearbeitungszeit von maximal acht Wochen an.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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