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Bautzner Straße: Verfahren gegen Unfallfahrer gegen Geldzahlung eingestellt

Getötete Radfahrerin Bautzner Straße: Verfahren gegen Unfallfahrer gegen Geldzahlung eingestellt

Am 8. Februar 2016 starb nach einem Unfall an der Kreuzung Bautzner Straße /Rothenburger Straße eine 26-jährige Radfahrerin. Ein Betonmischer-Lkw hatte sie erfasst. Die Frau wurde von den Hinterrädern überrollt. Wegen fahrlässiger Tötung stand der Fahrer des LKW nun vor dem Amtsgericht.

Am 8. Februar 2016 starb nach einem Unfall an der Kreuzung Bautzner Straße /Rothenburger Straße eine 26-jährige Radfahrerin.

Quelle: H. Heuer (Archiv)

Dresden. Am 8. Februar 2016 starb nach einem Unfall an der Kreuzung Bautzner Straße /Rothenburger Straße eine 26-jährige Radfahrerin. Ein Betonmischer-Lkw war der jungen Frau kurz nach der Kreuzung zu nahe gekommen und hatte sie berührt. Während ihr Rad nach rechts kippte, fiel sie gegen den Laster und wurde von den Hinterrädern überrollt. Wegen fahrlässiger Tötung stand dessen Fahrer nun vor dem Amtsgericht.

Er habe die Radfahrerin vor dem Unfall gar nicht wahrgenommen, beteuerte er. „Ich musste an der roten Ampel halten, bin dann losgefahren und sah plötzlich im Rückspiegel eine Radfahrerin stürzen. Ich wusste gar nicht, wo die herkam.“ Die 26-Jährige fuhr genau wie er die Bautzner stadteinwärts. Während die Radfahrer vor und hinter ihr nach der Kreuzung auf den Fußweg wechselten, blieb sie auf der Straße. „Ich bin dort immer auf den Fußweg gefahren, mir war das zu gefährlich“, sagte der Radfahrer, der hinter ihr fuhr.

Die Kreuzung war wirklich eine Katastrophe. Der Radweg hörte vor der Kreuzung auf und dann verengte sich die Straße noch. Für Autos und vor allem große Laster wurde es schwierig, den nötigen Abstand zu halten. Ein Problem, das lange bekannt war, aber ignoriert wurde.

Der 59-Jährige war nicht gebrettert, sondern fuhr 20 km/h. Er hatte auf seinem „hohen Bock“ die junge Frau, die neben ihm fuhr, einfach nicht gesehen. Das Verfahren gegen ihn wurde mit Zustimmung aller Beteiligten gegen die Zahlung von 1500 Euro an das Diakonische Werk in Freiberg, wo ihre Mutter arbeitet, vorläufig eingestellt. Nach dem Unfall entschärfte die Stadt die Gefahrenstelle – für die 26-Jährige zu spät.

Von Monika Löffler

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