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Lokales Baustart im Dresdner Südpark: Neue Wege für Fußgänger und Radfahrer
Dresden Lokales Baustart im Dresdner Südpark: Neue Wege für Fußgänger und Radfahrer
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11:32 05.12.2018
Am Hang unterhalb der Südhöhe will die Stadt einen riesigen Landschaftspark errichten lassen. Bereits Mitte des kommenden Jahres sollen dafür erste Tatsachen geschaffen werden. Quelle: Archiv/Anja Schneider
Dresden

Die Vision vom neuen großen Stadtpark im Dresdner Süden nimmt erste Konturen an. Bereits im kommenden Jahr sollen erste Arbeiten für das Großprojekt starten. Die Stadt möchte auf dem fast 40 Hektar großen Areal des künftigen Südparks im Bereich zwischen der Nöth­nitzer Straße, Bergstraße, Kohlenstraße und dem Plauenschen Ring zu­nächst zwei neue, zentrale Wege anlegen lassen. In den darauffolgenden Jahren soll das Gelände dann Schritt für Schritt hin zu ei­nem riesigen Landschaftspark mit vielen Freizeitangeboten entwickelt werden.

Schon seit Beginn der 1990er Jahre gibt es die Idee, den großen Hang zwischen Unigelände und Südhöhe in ein Erholungsgebiet zu verwandeln. Doch erst vergangenes Jahr hatte der Stadtrat das Projekt auf der Prioritätenliste wieder ganz nach oben geschoben. Seitdem ha­ben sich die Verantwortlichen im Rathaus dahinter ge­klemmt und lassen sogar die Dresdner bei der Planung aktiv mitreden. Ein stetig laufender Prozess, von dem un­ab­hängig nun erste Tatsachen ge­­schaffen werden. Dabei geht es um zwei zentrale Verbindungen, die das Ge­lände von Sü­den nach Norden sowie von Osten nach Westen künftig durchziehen. Deren Bau soll Mitte des nächsten Jahres beginnen.

Ein erster, unverbindlicher Entwurf des Südparks: Mit rot markiert sind die beiden neuen Wege. Die Ost-West-Verbindung sowie der obere Teil der Nord-Süd-Verbindung sollen ab Mitte 2019 errichtet werden.

Die Stadt möchte einerseits einen Weg von der Passauer Straße im Westen hinüber in Richtung Bergstraße führen – bis zur Kreuzung der vorhandenen We­ge neben der Fernwärmeleitung. Ge­plant ist eine zwei Meter breite Asphaltstrecke, auf beiden Seiten flankiert von ei­n Me­ter breiten Rasenschotterstreifen. Ge­dacht ist der Weg für Fußgänger und Radfahrer – und Forstfahrzeuge. Denn in ei­­nem Teil des Parks soll später Wald wachsen.

Finanzierung ist bereits gesichert

Der Weg ist zwar neu, genutzt wurde dieser Korridor aber bereits schon in früheren Jahren. Dort rollte einst die Trümmerbahn entlang, brachte Kriegsschutt aus der Stadt zur früheren Lehmgrube un­terhalb des Plauenschen Rings, die damit verfüllt wurde. Deshalb lässt die Stadt dort eine Feldbahnlore aufstellen, die mit einer Infotafel versehen an die Historie erinnert.

Hier soll der Südpark entstehen

Außerdem packt die Stadt den ersten Teil der Nord-Süd-Achse an, die von den beiden Turnhallen der Uni an der Nöthnitzer Straße künftig den Hang hin­auf führen wird. Konkret geht es um den Abschnitt, der den neuen Querweg mit dem bereits vorhandenen Weg neben der Fernwärmeleitung verbinden wird. Weil der Hang dort besonders steil ist, lässt die Stadt an dort eine Treppe errichten. Über die ge­langen Spaziergänger auf ein ebenfalls neues Aussichtsplateau.

Rundflug mit der Drohne über das Gelände

Der Bau des ersten Abschnitts der Nord-Süd-Verbindung kostet 150.000 Eu­ro. Für den neuen Weg von Ost nach West sind 170 000 Euro eingeplant. Die Finanzierung ist unabhängig vom neuen Haushalt für die kommenden beiden Jahre gesichert. Denn bei den Geldern handelt es sich um Mittel, die im ak­tuellen Haushalt nicht ausgegeben wurden. Der Stadtrat hatte das Geld im September per Beschluss umgeschichtet.

Die Summen waren einst für Vorhaben am Alaunplatz, an den Hufewiesen, im Leutewitzer Park und einem Park im Os­ten der Stadt vorgesehen. Die dort avisierten Flächenankäufe oder vor­gesehenen Planungen sind derzeit den Angaben der Stadtverwaltung zufolge allerdings aus verschiedenen Gründen nicht möglich. „In dem Be­schluss bekennt sich der Stadtrat aber weiterhin zu den Vorhaben“, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Wie genau es im Anschluss im Südpark weitergeht, ist noch offen. Aktuell sind ist die Stadt dabei, die zahlreichen Hinweise und Anliegen der Dresdner auszuwerten, zudem liegen verschiedene Stellungnahmen von verschiedenen Ämtern auf dem Tisch. Darüber hinaus stehen noch verschiedene Gutachten aus. Erst danach könne das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro seine Entwürfe fortführen.

Von Sebastian Kositz

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