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Lokales Baustart für Zuschüttung des Neustädter Fußgängertunnels
Dresden Lokales Baustart für Zuschüttung des Neustädter Fußgängertunnels
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13:20 15.07.2016
Gunther Hentschelmann, stellvertretender Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes (links) und Bürgermeister für Stadtentwicklung Raoul Schmidt-Lamontain stellen den Bauplan vor.  Quelle: Justine Büschel
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Dresden

 Am kommenden Montag beginnen die Arbeiten zur Verfüllung des Fußgängertunnels am Neustädter Markt in Dresden. Als Ersatz für den seit 2013 wegen Hochwasserschäden gesperrten Tunnel wird eine oberirdische Querung hergestellt. Die Bauarbeiten sollen bis Dezember 2016 fertig gestellt werden.

Der Neustädter Fußgängertunnel sicherte jahrelang die Überquerung der Kreuzung zwischen Augustusbrücke und Neustädter Markt. Durch Elbehochwasser wurde dieser jedoch mehrmals beschädigt, was 2013 letztlich zur Sperrung des Tunnels führte. Fördergelder für eine Schadensbeseitigung erhält die Stadt Dresden nur, sofern eine nachhaltige Nutzbarkeit der Verkehrslage gesichert ist. Dies sei nur möglich, indem man eine vom Hochwasser unabhängige und barrierefreie oderirdische Überquerung herstellt. Damit werde nach Angaben des Straßen- und Tiefbauamtes auch an Rollstuhlfahrer gedacht, denn für diese stellte der Tunnel bislang ein Hindernis dar.

Die Verfüllung des Tunnels soll etappenweise erfolgen, verriet der stellvertretende Amtsleiter Gunther Hentschelmann. Zunächst werde der Tunnel entkernt und die Brüstungen in den Bereichen der Tunnelrampen abgebrochen. Zur Vorbereitung der Zuschüttung werden Zwischenwände aufgebaut. Im unteren Teil soll ein Mineralgemisch eingebracht werden, ab 1,80 Meter unter der Decke kommt Beton zum Einsatz. Anschließend wird die neue Überquerung mit einer Fläche von knapp 1000 Quadratmeter inklusive einer Ampelanlage fertig gestellt.

Der Auftrag wird durch die Dresdner Firmer H. Nestler GmbH & Co. KG ausgeführt und beläuft sich auf etwa 472.000 Euro. Die Fertigstellung soll noch vor Weihnachten erfolgen. Für die letzte Etappe zwischen Oktober und November wird es bereichweise Einschränkungen im Fußgänger- und Kraftfahrzeugverkehr geben. Diese seien jedoch zeitlich von 9 bis 15 Uhr begrenzt und stellen damit keine Behinderung des Berufsverkehrs dar, versicherte Hentschelmann. Zum Tag der deutschen Einheit und zum Stadtfest soll außerdem eine provisorische Überquerung eingerichtet werden.

Von Justine Büschel

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