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Lokales Baurecht für S 177 bei Dresden-Eschdorf
Dresden Lokales Baurecht für S 177 bei Dresden-Eschdorf
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17:24 22.01.2018
Symbolbild. Quelle: dpa
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Dresden

Der Neubau der Staatsstraße 177 erreicht Dresden – zumindest was die Planungen angeht. Die Landesdirektion Sachsen hat das Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Ortsumfahrung Wünschendorf/Eschdorf abgeschlossen, wie sie mitteilt. Damit besteht für diesen Teilabschnitt der S 177 Baurecht.

Das nördliche Ende des genehmigten Teilstückes liegt zwischen den Dresdner Ortsteilen Eschdorf und Rossendorf. Die Trasse umgeht Eschdorf im Norden und im Osten. Sie passiert Wünschendorf (Dürrröhrsdorf-Dittersbach) am westlich Ortsrand, um in Richtung Bonnewitz an die bereits fertiggestellte Neubaustrecke anzubinden. Die Länge der Baustrecke beträgt rund 5,6 Kilometer. Die Straße erhält drei Fahrstreifen, wobei der mittlere mal der einen, mal der anderen Fahrtrichtung zugeschlagen wird, um Überholmanöver zu erleichtern.

Im Osten von Eschdorf führt die neue S 177 über die S 166, wobei kleine Verbindungsarme eine Kreuzung herstellen. Diese kommt dadurch ohne Ampel oder besondere Vorfahrtsregeln aus. Allerdings muss die S 166 mit einer Fahrbahnbreite von sechs Metern an die Kreuzung angepasst werden. Da die Strecke in dem Bereich unterhalb des Grundwasserspiegels verläuft, müssen zudem auf 1190 Metern Dichtwände auf beiden Seiten eingebaut werden.

Die Fahrbahn erhält einen lärmmindernden Belag. Dieser soll zusammen mit Lärmschutzwällen dafür sorgen, dass die Lärmgrenzwerte an der Strecke eingehalten werden. Für zwei Wohngebäude, bei denen das laut Planung nicht gelingen kann, sowie für die Anwohner der bestehenden Trasse in Rossendorf sind mit dem Planfeststellungsbeschluss Ansprüche auf passiven Schallschutz, zum Beispiel durch Schallschutzfenster, festgeschrieben.

Entlang der Strecke werden drei Brücke gebaut, die die S 177 überqueren. Zehn weitere Brücken dienen dazu, Bachläufe, Wirtschafts- und Radwege sowie die Alttrasse der S 177 zu überqueren. Des Weiteren werden Wirtschaftswegeverbindungen verlegt oder neu geschaffen. Für Fledermäuse und Amphibien werden zudem entlang der Strecke Leitanlagen eingerichtet, die Konflikte zwischen Verkehr und Tierwelt minimieren sollen.

Bauherr an der Strecke ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Die Behörde muss noch die zwei Wochen währende Auslegungsfrist für Jedermann abwarten, deren Zeit und Ort die Landesdirektion noch bekanntgeben will, ehe sie sich Gedanken über die Bauplanung machen kann. Vor allem die Rossendorfer müssen dabei in einen sauren Apfel beißen: Für den nördlich anschließenden Abschnitt der neuen S 177, „S 177 Verlegung südlich Großerkmannsdorf“, läuft das Planfeststellungsverfahren noch. Daher ist es vorgesehen, den Verkehr nach Inbetriebnahme der Ortsumgehung Wünschendorf/Eschdorf zunächst über die alte S 177 durch Rossendorf in Richtung Bundesstraße 6 zu führen.

Von uh

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