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Lokales Baulärm in der Nacht: Cossebauder dürfen auf Wunsch ins Hotel
Dresden Lokales Baulärm in der Nacht: Cossebauder dürfen auf Wunsch ins Hotel
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15:18 05.10.2016
Direkt neben dem Gleisbett parallel zu den Schienen werden Spundwände für einen Pfeiler der neuen Straßenbrücke in den Boden gerammt. Quelle: Springer
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Dresden

„Das Bumm-bumm-Geräusch fällt besonders in der Nacht auf.“ Holger Wohsmann ist fast sicher, dass es Beschwerden geben wird, wenn es demnächst an der Eisenbahnbrücke in Cossebaude, über die die Bundesstraße nach Meißen führt, nachts laut wird. Aber das ist nicht zu umgehen, sagt der Niederlassungsleiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LASuV) in Meißen. Denn bevor die Bauarbeiten für die neue Brücke über die Eisenbahnschienen zwischen Cossebaude und Niederwartha in die Vollen gehen können, müssen Spundwände sechs Meter tief in den Boden gerammt werden. Direkt neben den Gleisen, dort, wo es gefährlich wird, wenn ein Zug vorbei gerauscht kommt. Deshalb dürfen während dieser Arbeiten keine Züge fahren. Und weil die Strecke wichtig ist und die Bahn auf den Zugverkehr nicht verzichten kann, muss nun nachts gebaut und gelärmt werden.

Immerhin: Dafür setzt die Baufirma Swietelsky aus Meißen eine nagelneue und besonders leise Maschine ein. Dabei entfällt das metallene Schlaggeräusch, das bislang zu hören ist, wenn eine Maschine Spundwände in den Boden rammt. Der Flüstermodus ist dennoch so laut, das die Anwohner der Häuser An den Winkelwiesen 2, 4, 6 und 8 in den betreffenden Nächten in Hotels ihrer Wahl übernachten dürfen. Vom Übernachtungspreis übernimmt die Baufirma bei einem entsprechenden Nachweis bis zu 50 Euro pro Person und Nacht. Alle anderen Anwohnern hilft nur: Fenster schließen und Stöpsel in die Ohren. Denn der Baulärm wird auch bei ihnen zu hören sein, wenngleich nicht so heftig, wie an den Häusern direkt an der Lärmfront. Die etwas weniger Geplagten bewohnen die Häuser An den Winkelwiesen 1, 3, 5, 7, 10 und 12 sowie Erna-Berger-Straße 20 bis 22.

Die fast 1,8 Millionen Euro teure Spezialmaschine der Meißner Firma ist auf der Baustelle an der B6 nicht zu übersehen. Sie ragt etwa 20 Meter hoch in die Luft und rüttelt die Spundwände mehr in den Boden, als dass sie sie wie mit einem Hammer in den Untergrund rammt.

Das LASuV hat sieben Termine für die nächtliche Arbeiten auf der Baustelle vorgesehen. Dabei handelt es sich jeweils mehrere aufeinanderfolgende Nächte. Start war bereits in der vergangenen Nacht. Die Termine bis Monatsende Oktober: 5. bis 10. Oktober von 22 bis 4 Uhr; 20 bis 22. Oktober 22 bis 2 Uhr sowie 24. bis 26. Oktober von 22 bis 2 Uhr. Danach folgen noch drei Termine im November.

Von Christoph Springer

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