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Lokales Baufreiheit für die Hafencity – die ersten Baugenehmigungen sind erteilt
Dresden Lokales Baufreiheit für die Hafencity – die ersten Baugenehmigungen sind erteilt
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07:36 16.05.2018
Auf dem Baufeld für die künftige Hafencity am Neustädter Hafen wird Baufreiheit geschaffen. Alte Baracken bzw. Lagerhäuser müssen weichen. Quelle: Catrin Steinbach
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Dresden

Jetzt geht es in der Hafencity richtig los. Die Villa an der Leipziger Straße wurde zwar schon saniert. Und auch der Bau des neuen Kreativzentrums – einem mehrteiligen Gebäuderiegel in unmittelbarer Nachbarschaft zum Arzneimittelhersteller Menarini von Heyden – ist weit fortgeschritten. Doch nun bestimmen Bagger das Bild auf dem gesamten Gelände am Neustädter Hafen in der Leipziger Vorstadt. Denn es wird Baufreiheit für ein neues Stadtviertel geschaffen.

Alte Tiefgarage wird abgerissen

Alte Lagergebäude, in denen zum Beispiel Trödler, Antikhändler und das Holzhospital ansässig waren, werden nach und nach abgerissen. Stück für Stück weicht auch die riesige Tiefgarage – eine Investruine aus den 1990er Jahren. Wie mühsam sich der Bagger durch den stahlbewehrten Beton frisst, kann man live beobachten. Denn der durch den Bau der Fernwärmetrasse etwas verlegte Elbradweg führt unmittelbar an der Abbruchstelle vorbei.

Ende des Jahres plant der Dresdner Projektentwickler, die USD Immobilien GmbH, den Baubeginn für ein neues Hotel, so Sprecher Ulf Mehner. „Für den Großteil der Gebäude in der Hafencity ist ein Satzungsbeschluss nötig. Wann der kommt wissen wir nicht, das ist von der Stadt abhängig“, so Mehner weiter.

Städtebaulicher Vertrag in Arbeit

„Aktuell erarbeiten wir in enger Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden einen städtebaulichen Vertrag, der eine Grundvoraussetzung für die Umsetzung der Hafencity darstellt. Herausgelöst von dem städtebaulichen Vertrag ist es das Ziel, für die Häuser direkt an der Leipziger Straße bis Ende 2018 eine Baureife zu erzielen.“ Wenn baurechtlich alles geklärt sei, könne im dritten Quartal mit dem Vertrieb der Wohnungen begonnen werden.

Die Bildergalerie zeigt Momentaufnahmen vom Areal zwischen Leipziger Straße und Neustädter Hafen an der Elbe in Dresden. In dem Gebiet soll ein neues Stadtviertel mit Wohnungen und Gewerbe entstehen. Gegenwärtig wird Baufreiheit geschaffen.

Das Bauaufsichtsamt erklärt auf Anfrage der DNN, dass die „Errichtung eines Hotels mit 276 Gastbetten (138 Zimmer), öffentlichen Bereichen / Konferenzräumen sowie eines Appartementhauses mit 17 Wohneinheiten, gemeinsamer Tiefgarage mit 73 Stellplätzen“ genehmigt worden sei. Ebenso ein „Wohngebäude mit 74 Wohneinheiten, davon 47 Wohnungen, 18 Studenten- und 9 Seniorenappartements sowie einer Tiefgarage mit 66 Stellplätzen, 97 Fahrradabstellplätzen und Außenanlagen“. Das Bauvorhaben für ein weiteres Wohngebäude mit 33 Wohneinheiten, 24 Studenten-/Seniorenapartments sowie einer Tiefgarage mit 47 Stellplätzen befinde sich gerade in der Bearbeitung.

Neubebauung als Warft geplant

Damit in der Hafencity hochwassersicher gebaut werden kann, seien die Neubebauung und die erschließenden Straßen als Warft geplant, ergänzt das Stadtplanungsamt. Das bedeute, dass das Gelände so weit aufgebaut werde, dass die Neubebauung unbehelligt von einem 100jährigen Hochwasser bleibt.

Fast wie Enklaven wirken auf dem Areal zwischen Leipziger Straße und Elbe das privat genutzte Gebäude der ehemaligen Hafenmeisterei und das Grundstück von Steinmetzmeister Michael Stäbe. Der will nach wie vor bleiben, das verfallene Wohnhaus wieder bewohnbar machen und die benachbarte Werkstatt erweitern, um einen Steinmetzroboter aufzustellen. Der könne sägen, fräsen und polieren, ihm die Arbeit erleichtern und helfen, schneller und preiswerter zu produzieren, so Stäbe.

Steinmetz will Betrieb ausbauen

Der Handwerker ist sauer, weil er seiner Auffassung nach bezüglich der Genehmigung seines Vorhabens von der Stadt hingehalten werde und ein Lärmschutzgutachten liefern müsse. Es gebe doch eine Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Lärm, an die er sich halten müsse und werde, so sein Argument. Schließlich handele es sich bei dem Areal um ein Mischgebiet und er sei zuerst da gewesen. Um seine Interessen zu schützen hat der Steinmetz deshalb nach eigener Aussage auch Widerspruch gegen die erteilte Baugenehmigung eines Wohngebäudes in seiner Nachbarschaft eingelegt.

Purobeach feiert letzte Saison

Abgeschottet durch übermannsgroße Bauzäune feiern Pier15 und Purobeach die letzte Saison am Neustädter Hafen. „Mit den Betreibern vom Purobeach haben wir ein sehr gutes Verhältnis. Wir sind uns einig, dass der Purobeach 2018 noch die ganze Saison betrieben werden kann“, sagt USD-Sprecher Ulf Mehner. Die Saison endet Ende September. Ob Partykönig Christian von Canal dann andernorts eine neue Location eröffnet, stehe noch nicht fest, hieß es auf Anfrage. Aber es sei „etwas in Arbeit“.

Citybeach bleibt dagegen in der Hafencity (DNN berichtete). Allerdings ist der Stadtstrand etwas kleiner geworden.

Von Catrin Steinbach

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