Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Bauexperte: Doppelgeländer an der Albertbrücke muss bleiben

Brückenstreit Bauexperte: Doppelgeländer an der Albertbrücke muss bleiben

Rückendeckung für die Stadtverwaltung im Doppelgeländer-Streit an der Albertbrücke: Linke-Stadtrat Tilo Wirtz, im Hauptberuf bauvorlageberechtigter Ingenieur und qualifizierter Tragwerksplaner, erklärte gegenüber DNN: „Das Doppelgeländer muss bleiben!“

Voriger Artikel
13. Februar in Dresden beginnt mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen
Nächster Artikel
Folgen der neuen Regeln für Unterhaltsvorschuss in Dresden noch unklar

Das 1,30 Meter hohe neue Geländer wurde auf der Albertbrücke vor das historische Geländer montiert.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Rückendeckung für die Stadtverwaltung im Doppelgeländer-Streit an der Albertbrücke: Linke-Stadtrat Tilo Wirtz, im Hauptberuf bauvorlageberechtigter Ingenieur und qualifizierter Tragwerksplaner, erklärte gegenüber DNN: „Das Doppelgeländer muss bleiben!“ Holger Zastrow, Vorsitzender der Stadtratsfraktion FDP/Freie Bürger, hatte am Wochenende erklärt, es gebe keine Berechtigung für die eigenwillige Geländergestaltung.

„Forderungen, das Zweitgeländer bei der Albertbrücke einfach wegzulassen, sind wohlfeil, wenn der Sender der Botschaft dafür null Verantwortung übernehmen muss und sich die gestalterisch sicher ungünstige Lösung lediglich als Vorlage zur Eigenprofilierung nutzbar macht“, findet Wirtz und verweist darauf, dass der Radweg auf der Albertbrücke nicht baulich vom Fußweg und auch nicht von dem Geländer getrennt ist. Was zur Folge haben könnte: „Fährt irgendwann innerhalb von 30 Jahren nach Abnahme ein betrunkener oder bekiffter Radfahrer vom Radweg über den Fußweg ungehindert (baulich nicht getrennt) gegen das Geländer und fällt darüber von der Brücke, verletzt sich dabei oder wird getötet, und ein Gutachten kommt zu dem Ergebnis, ein vorschriftsmäßiges höheres Geländer hätte das verhindert, gingen die beteiligten Planer, Überwacher und Behördenmitarbeiter ins Gefängnis“, so Wirtz. Dem Kommunalpolitiker passiere dagegen – nichts.

Die gebaute Lösung sei sicher nicht schön, räumte Wirtz ein. Aber es sei auch noch niemand auf eine bessere Idee gekommen, wie es funktionieren könnte. Problem: Das historische Geländer ist nur einen Meter hoch und kann deshalb Radfahrer in kritischen Situationen nicht vor einem Sturz in die Elbe bewahren. Deshalb wurde vor das alte Geländer der Albertbrücke ein neues, 1,30 Meter hohes Gelände montiert, dass Radfahrer vor einem Sturz in den Fluss bewahren soll.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Dresdner FDP-Fraktionsvorsitzender fordert
Das hohe Geländer an der Albertbrücke wurde zuerst montiert.

Das Doppelgeländer auf der Albertbrücke ist überflüssig. Davon ist Holger Zastrow, Vorsitzender der Stadtratfraktion FDP/Freie Bürger, nach Studium der einschlägigen Vorschriften überzeugt. Die Stadtverwaltung widerspricht vehement.

mehr
Mehr aus Lokales
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.