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Lokales Bauexperte: Doppelgeländer an der Albertbrücke muss bleiben
Dresden Lokales Bauexperte: Doppelgeländer an der Albertbrücke muss bleiben
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15:27 13.02.2017
Das 1,30 Meter hohe neue Geländer wurde auf der Albertbrücke vor das historische Geländer montiert.  Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

 Rückendeckung für die Stadtverwaltung im Doppelgeländer-Streit an der Albertbrücke: Linke-Stadtrat Tilo Wirtz, im Hauptberuf bauvorlageberechtigter Ingenieur und qualifizierter Tragwerksplaner, erklärte gegenüber DNN: „Das Doppelgeländer muss bleiben!“ Holger Zastrow, Vorsitzender der Stadtratsfraktion FDP/Freie Bürger, hatte am Wochenende erklärt, es gebe keine Berechtigung für die eigenwillige Geländergestaltung.

„Forderungen, das Zweitgeländer bei der Albertbrücke einfach wegzulassen, sind wohlfeil, wenn der Sender der Botschaft dafür null Verantwortung übernehmen muss und sich die gestalterisch sicher ungünstige Lösung lediglich als Vorlage zur Eigenprofilierung nutzbar macht“, findet Wirtz und verweist darauf, dass der Radweg auf der Albertbrücke nicht baulich vom Fußweg und auch nicht von dem Geländer getrennt ist. Was zur Folge haben könnte: „Fährt irgendwann innerhalb von 30 Jahren nach Abnahme ein betrunkener oder bekiffter Radfahrer vom Radweg über den Fußweg ungehindert (baulich nicht getrennt) gegen das Geländer und fällt darüber von der Brücke, verletzt sich dabei oder wird getötet, und ein Gutachten kommt zu dem Ergebnis, ein vorschriftsmäßiges höheres Geländer hätte das verhindert, gingen die beteiligten Planer, Überwacher und Behördenmitarbeiter ins Gefängnis“, so Wirtz. Dem Kommunalpolitiker passiere dagegen – nichts.

Die gebaute Lösung sei sicher nicht schön, räumte Wirtz ein. Aber es sei auch noch niemand auf eine bessere Idee gekommen, wie es funktionieren könnte. Problem: Das historische Geländer ist nur einen Meter hoch und kann deshalb Radfahrer in kritischen Situationen nicht vor einem Sturz in die Elbe bewahren. Deshalb wurde vor das alte Geländer der Albertbrücke ein neues, 1,30 Meter hohes Gelände montiert, dass Radfahrer vor einem Sturz in den Fluss bewahren soll.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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