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Lokales Baubeginn für Dresdner Saloppe Anfang Juli - Bis 2016 sollen 36 neue Wohnungen entstehen
Dresden Lokales Baubeginn für Dresdner Saloppe Anfang Juli - Bis 2016 sollen 36 neue Wohnungen entstehen
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22:00 09.09.2015
Dresden

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Eine gute Werbung aber ist das allemal. Den Baubeginn für das Wohnschloss hatte Investor Miljenko Salopek aus Friedberg bei Augsburg für Mai angekündigt (DNN berichteten). Nun aber wird er sich aus steuerlichen Gründen auf Anfang Juli verschieben. Weil es sich um ein Denkmal handelt, können die Käufer steuerliche Abschreibungen nutzen - aber nur dann, wenn sie die Wohnung vor Baubeginn gekauft haben. Fertig werden soll die Wohnresidenz dann Anfang 2016.

Eine "komplexe und knifflige Angelegenheit" nennt Ulrich Schönfeld, Chef-Architekt der Ipro-Consult GmbH als Generalplaner, das Bauvorhaben. Zwei Typen von Maisonette-Wohnungen sollen in dem alten Industriebau entstehen. "Der eine Typ reicht vom Erdgeschoss zum ersten Obergeschoss, der andere beginnt im ersten Obergeschoss und führt über eine Treppe zum Dachgeschoss", erklärt Schönfeld. In die Mitte des Gebäudes würden große Lichthöfe hinein gebaut. Die wegen der vorgegebenen Fensterfront schmal geschnittenen 36 Wohnungen verfügen über Terrassen und Balkone. Die kleinsten Wohnungen sind nur zwischen 60 und 90 Quadratmeter groß. "Es gibt aber auch die Möglichkeit, Wohnungen über zwei Fensterfronten zusammenzulegen, da kommt man dann schon mal auf bis zu 260 Quadratmeter", erläutert der Architekt. Der Quadratmeterpreis liege bei bis zu 4600 Euro. Reichlich die Hälfte der Wohnungen sei bereits verkauft. "Ähnlich wie im Lahmann-Sanatorium kommen viele Käufer aus Dresden und dem Umland", informiert Schönfeld. Das denkmalgeschützte Wasserwerk wird behutsam saniert. Die fehlenden Spitzen der beiden 35 Meter hohen Türme an der Westseite beispielsweise sollen nach alten Plänen und Fotos wiedererrichtet und schöne Details wie der steinerne Brunnen mit den beiden Freitreppen am Westgiebel erhalten bleiben.

Ideen, was mit dem Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert passieren könnte, gab es schon viele: "Mal sollte es ein Hotel werden, mal eine Uhrenmanufaktur, auch das Travestie-Revue-Theater ,Carte Blanche' wollte schon in die Saloppe ziehen", berichtet Chef-Architekt Schönfeld. All diese Pläne seien nicht umgesetzt worden - zu kompliziert die räumlichen Gegebenheiten in dem ungewöhnlichen Gebäude. "Die alte Maschinenhalle ist 22 Meter tief, dort kommt die Tiefgarage hinein", nennt der Architekt ein Beispiel. Alle Wohnungen bekämen ein bis zwei Stellplätze.

Das Wasserwerk Saloppe mit Zufahrt über die Brockhausstraße liegt wenige Meter von der Elbe entfernt. Ist es auch hochwassersicher? "Aus den Erfahrungen des verheerenden Hochwassers von 1845 heraus ist das Gebäude damals sehr gut abgedichtet worden, verfügt über stabile, am Fuß drei Meter starke Wände und hat deshalb sämtliche Hochwasser überstanden", betont Schönfeld.

Der Architekt geht von guter Nachbarschaft zwischen der Wohnresidenz und der oberhalb gelegenen Sommerwirtschaft Saloppe aus. "Es wird kein Schallproblem geben, denke ich, da dürfte es am Wochenende auf dem Elbradweg lauter zugehen als in der Sommerwirtschaft, aber das gehört ja eigentlich auch dazu", meint er.

Die Saloppe tanzt nicht nur hinsichtlich ihrer Lage ein wenig aus der Reihe, sondern fällt noch aus einem anderen Grund aus dem Rahmen: Im Vergleich zu Schloss Eckberg, Lingnerschloss und Schloss Albrechtsberg wird das Wasserwerk nachts noch immer sehr auffällig angestrahlt. Eine solche Beleuchtung würde auf den Balkonen blenden, vermutete Schönfeld. "Wir wollen gern, dass die Saloppe ähnlich dezent angestrahlt wird wie jetzt die drei anderen Schlösser." Damit aus dem Elbschloss-Trio tatsächlich ein Quartett wird.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.05.2014

Richter, Katrin

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