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Lokales Bauarbeiten im Dresdner Rathaus - Sanierung soll in einem Jahr abgeschlossen sein
Dresden Lokales Bauarbeiten im Dresdner Rathaus - Sanierung soll in einem Jahr abgeschlossen sein
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17:44 09.09.2015
Der Rohbau ist im vollen Gange und teilweise bereits abgeschlossen.

In den Rathausgängen wippen auf Schritt und Tritt Kabelschlangen von den Decken. Und im Büro von Finanzbürgermeister mit all den Metallrohren und offenen Leitungen sieht es aus, als ob Hartmut Vorjohann (CDU) gerade in die Steampunk-Phase geraten sei. Ein Bauarbeiter hat an eine Gipskartonwand ein Superman-„S“ gemalt – wohl zur Ermutigung, dass das alles bis Ende 2015 wieder nach gepflegter Bürokratie aussieht. Dann nämlich soll das Rathaus fertig saniert sein, ohne weiteren Zeitverzug oder Kostenexplosionen. Das hat heute Projektleiter Markus Lenhart versprochen. „Wir liegen jetzt im Plan“, beteuerte er beim Baustellen-Rundgang.

Was Lenhart aber partout nicht vorführen will, ist das elektronische Hirn unterm Rathausdach: Dort nämlich wird gerade das neue städtische Rechenzentrum eingerichtet: Die Serverracks stehen schon, derzeit sind die Putzteufel unterwegs, um die Computerhalle reinraum-sauber zu machen. Obwohl die Rechner selbst erst ab nächster Woche in die Spezialschränke eingeschoben und angestöpselt werden, wollen die Informationstechnologen dort nun keine Besucher mehr sehen, haben die Türe schon mal mit Codekarten-Schlössern dicht gemacht. Später wird das Rechenzentrum noch stärker abgeriegelt, damit kein Datendieb an Bürger- und Verwaltungs-Infos herankommt. Es wird dann auch mit einer eigenen Stromleitung, Notstrom-Dieseln und anderen Aggregaten gegen Ausfälle gesichert sein.

Das ganze Vorhaben hat eben Dimensionen angenommen, von denen in der Behördenbüros keiner träumte, als 2008 die ersten Pläne ausgetüftelt worden: Eigentlich wollte die Stadtverwaltung nur ein paar Türen wechseln und das Dach neu decken, vor allem, um die heutigen Brandschutz-Bestimmungen zu erfüllen. Inzwischen ist daraus eine Komplettsanierung geworden. Die Kosten nur für den ersten Bauabschnitt mit dem Ost- und Südflügel sowie dem Plenarsaal-Trakt werden inzwischen auf 36,5 Millionen Euro geschätzt – geplant waren mal 25 Millionen. Zwischen beiden Zahlen liegen aufgerissene Decken und Wände, die die Bauarbeiter in viel desolaterem Zustand vorfanden als gedacht, ein Austausch der zunächst beauftragten Bau-Arbeitsgemeinschaft, gesundheitsschädliche Anstriche, die wieder entfernt werden mussten, und anderer Pfusch (DNN berichteten).

Inzwischen liege man wieder im Zeitplan, habe zum Beispiel das neue Rechenzentrum pünktlich übergabebereit bekommen, betont Lenhart. „Nächstes Jahr im Winter werden wir planmäßig fertig, auch wenn es eng wird und dafür alle Bauabläufe so klappen müssen wie geplant.“ Derzeit werkelt ein Teil der 20 Arbeiter auf Rathaus-Baustelle an der Schallschutzdämmung im Plenarsaal und an den neuen Fraktionsräumen. Wieder andere malern in den oberen Etagen, setzen Türen ein, verkleiden die Kabelagen und Lüftungsrohre. Lenhart: „Wir arbeiten uns jetzt systematisch von oben nach unten durch.“

Heiko Weckbrodt

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