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Lokales Ball- und Brauhaus plant eine Bierpipeline zum „Kleinen Watzke“
Dresden Lokales Ball- und Brauhaus plant eine Bierpipeline zum „Kleinen Watzke“
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21:09 07.12.2018
Watzke-Chef Mirko Unger (r.) um Marketingleiter Johannes Brandt zeigen es: Das ehemalige Wärterhäuschen zwischen Parkplatz und Elbufer wird zum „Kleinen Watzke“. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

An der Elbe in Mickten entsteht ein „Kleines Watzke“. So kündigt es ein Bauschild gegenüber vom Ball- und Brauhaus Watzke an, und dass die Ansage ernst zu nehmen ist, lässt das Treiben der Bauleute an dem seit Jahren leerstehenden Gebäude erkennen. Stellt sich die Frage: Was ist das, ein „Kleines Watzke“? „Ein fünftes Watzke ist erst einmal nicht vorgesehen“, antwortet Watzke-Chef Mirko Unger mit Blick auf die zwei Ableger am Dr.-Külz-Ring und den am Goldenen Reiter. Stattdessen wird das Gebäude, sobald es Mitte 2019 fertig ist, die Verwaltung des Gastronomie-Betriebes aufnehmen. Marketing, Bankett-Management, Buchführung – alles ist dann unter einem Dach.

Auch für Besucher ist der Bau interessant, weil mit den Verwaltungsmitarbeitern auch der Ticketverkauf aus den bisher genutzten Büroräumen an der Leipziger Straße umzieht. „Dann müssen wir die Gäste nicht mehr über die vielbefahrene Leipziger Straße schicken“, sagt Unger. Von kürzeren Wegen könnten alle profitieren.

Vor fünf Jahren haben sich der Watzke-Chef und Architekt Markus Kremtz das erste Mal die Köpfe zerbrochen, wie sie das marode Gebäude am Parkplatz gegenüber dem Ballhaus umbauen können. „Das Haus ist nicht denkmalgeschützt, stammt aber ungefähr aus der gleichen Zeit wie das Ball- und Brauhaus“, sagt Unger. Genaueres lasse sich nicht sagen, weil die Baupläne verloren gegangen seien. „Alle haben mir geraten, das Gebäude abzureißen und neu zu bauen, weil das viel billiger ist. Aber wir wollen die alte Bausubstanz erhalten“, sagt Unger.

So soll das Gebäude Mitte 2019 aussehen: Das Dach wird erhöht und erhält Gaubenfenster. Blickfang sind zwei gegenüberliegende Rundbögen, die den Blick durchs ganze Haus ermöglichen. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner/ Visualisierung: mhk architekten

Rund 650 000 Euro kostet dieser Ehrgeiz. Viel Geld, zumal Watzke in Fassadenerneuerung, Brandschutzertüchtigung und Modernisierung vom Ball- und Brauhaus in diesem Jahr bereits eine nahezu siebenstellige Summe investiert habe, wie der Geschäftsführer sagt. Für das Geld werden die alten, unter Putz und Kacheln versteckten Sandsteinwände hervorgeholt und auf Vordermann gebracht. Ebenso wird die bestehende Sandsteintreppe aufgearbeitet. Die eine Holzdecke im Haus muss weichen und wird – analog zu den anderen Räumen – durch eine Gewölbedecke ersetzt. Um alle erforderlichen 14 Arbeitsplätze unterzubringen, wird auch das Dach ausgebaut. Dafür muss das „Kleine Watzke“ wachsen. Das Dach wird angehoben und erhält Gauben. Das ist die eine wesentliche Änderung im Äußeren.

Die andere ist als Hingucker gedacht. Große, bodentiefe Rundbögen werden an zwei gegenüberliegenden Gebäudeseiten so angebracht und mit Glastüren versehen, dass sich von außen quer durchs ganze Haus blicken lässt. Entweder auf die Elbe oder aufs Ball- und Brauhaus – je nach Standort. In der Mitte soll ein nachts illuminierter Tresen auf den Kartenverkauf aufmerksam machen.

Spannend ist auch, was man im Untergrund plant. Derzeit ist der Boden rings ums künftige „Kleine Watzke“ aufgegraben, um das Mauerwerk zu trocknen. Hinter dem Gebäude soll dann ein Keller angebaut werden, der von einer Terrasse überdeckt wird. „Dieser Keller wird wie der andere auch zunächst als Materiallager genutzt“, sagt Unger. Perspektivisch soll unter der Terrasse jedoch ein Bierlager oder gar Gärkeller entstehen. „Dafür wollen wir eine Bierpipeline unter der Kötzschenbroder Straße verlegen“, sagt der Watzkechef. „Wir sind mit unseren Braukapazitäten derzeit am Limit“, begründet er den Aufwand.

Das gilt übrigens auch für die andere hauseigene Produktion: die Wursterei in Watzkes Wurstküche. Auch für wird nach erweiterten Produktionskapazitäten gesucht, damit das Frischwurstangebot künftig an allen Standorten in die Karte finden kann. „Wir wollen da etwas mehr in Richtung Feinschmecker-Angebot gehen“, sagt Unger. Das gilt nun wiederum auch fürs Bier. Watzke-Mitarbeiter wurden in den vergangenen Monaten als Bier-Sommeliers geschult, sollen künftig auch Bierverkostungen anbieten. Da tut sich etwas, und das nicht nur am Elbufer in Mickten.

Von Uwe Hofmann

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