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Lokales Bahnen fahren ab Freitag wieder über die Marienbrücke
Dresden Lokales Bahnen fahren ab Freitag wieder über die Marienbrücke
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23:11 09.09.2015
Ab übermorgen fahren auf der Marienbrücke auch wieder Straßenbahnen, die Gleise wurden erneuert. Quelle: Dietrich Flechtner
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Heute werden noch Schienen angeschliffen, morgen letzte Arbeiten erledigt. Ab Freitag 3 Uhr rollen die Bahnen dann wieder entsprechend dem üblichen Linienplan über die Brücke.

Seit dem 4. Juni wurden dort die Gleise erneuert, die Verkehrsbetriebe investierten rund 800000 Euro in die Arbeiten. Die 14 Jahre alten Schienen waren verschlissen, insbesondere deren Unterbau. "zwar halten Bahntrassen je nach Belastung bis zu 30 Jahre lang, doch war in diesem Fall die Toleranzgrenze bereits erreicht", sagte der Sprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) Falk Lösch. Grund dafür sei die niedrige Aufbauhöhe der Anlagen auf den Brückengewölben gewesen. Deshalb sei der seinerzeit übliche Schwellenbau nicht möglich gewesen.

Die neuen Schienen wurden jetzt in eine sogenannte "Feste Fahrbahn" eingebaut. Dabei werden die Befestigungen der Schienen direkt im Beton eingegossen, die Vibrationen der Bahnen fangen spezielle Dämpfer ab, die unter den Schienen liegen. Lösch: "Diese Bauart wird seit mehr als zehn Jahren angewandt und hat sich bewährt." Auf dem Postplatz wurde sie angewandt, derzeit werden auch die Straßenbahnschienen auf der Fritz-Reuter-Straße auf Basis dieser Technik erneuert.

Zusätzliche Probleme bereitete den Bauleuten auf der Marienbrücke ein Werkzeugdiebstahl. Anfang Juli haben Diebe einen kompletten Container von der Devrientstraße gestohlen, in dem Spezialwerkzeug für den Gleisbau eingeschlossen war. Der Sachschaden betrug rund 100 000 Euro. Deshalb stand kurze Zeit infrage, ob die Arbeiten an den Gleisen auf der Brücke dennoch planmäßig erledigt werden können. Die Bauleute haben sich davon jedoch nicht beirren lassen und sind dennoch planmäßig mit der Gleissanierung fertig geworden. Die Verkehrsbetriebe gehen davon aus, dass die neuen Schienen samt Unterbau nun länger als 14 Jahre halten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.08.2012

C. Springer

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