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Lokales Bahn verteidigt Zeitplan für Ausbau der Strecke zwischen Dresden und Berlin
Dresden Lokales Bahn verteidigt Zeitplan für Ausbau der Strecke zwischen Dresden und Berlin
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07:33 31.07.2018
Symbolbild. Quelle: dpa
Dresden

Die Deutsche Bahn AG hat ihr Vorgehen beim Ausbau der Strecke zwischen Dresden und Berlin gegen Vorwürfe aus dem Bundestag verteidigt. Der FDP-Abgeordnete Torsten Herbst hatte kritisieirt, durch den „völlig verspäteten Einbau“ der Sicherheitstechnik ETCS sei es erst Ende 2020 möglich, die Strecke mit Tempo 200 zu befahren. „Die ETCS-Inbetriebnahme im Dezember 2020 entspricht dem, was wir seit einigen Jahren kommunizieren“, erklärte dagegen der Verkehrskonzern auf DNN-Anfrage.

FDP-Politiker: „Sehr enttäuschend“

Herbst hatte zuvor erklärt, der noch nicht erfolgte Einbau des digitalen Zugleit- und Sicherungssystem ETCS („European Train Control System“) auf der bis 2017 weitgehend modernisierten Bahnstrecke führe dazu, dass Züge auf der Strecke derzeit noch immer langsamer fahren als baulich möglich. Dies gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hervor. „Es ist sehr enttäuschend, dass Züge auf den modernisierten Abschnitten der Bahnstrecke von Dresden nach Berlin bis mindestens 2020 nicht mit der vorgesehenen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 200 km/h fahren können.“

Ursprünglich wäre geplant gewesen, dass die Strecke sofort nach der Modernisierung mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h befahren werden kann. Ohnehin besteht der Eindruck, dass die Deutsche Bahn die Strecke BerlinDresden in höchstem Maße stiefmütterlich behandelt.

Bahn: Tempo 200 wie geplant Ende 2020

Der Bahn-Konzern widersprach der Darstellung. Neben den umfangreichen Bauarbeiten in den letzten Jahren sei die Errichtung des europaeinheitlichen Zugsicherungssystems ETCS eine weitere Voraussetzung für die Inbetriebnahme mit Tempo 200. Diese Technik kann erst jetzt auf die bis Ende 2017 errichtete Stellwerkstechnik aufgesetzt werden. So sei die Strecke im Dezember vergangenen Jahres in einem geplanten Zwischenschritt mit 160 Kilometern pro Stunde in Betrieb genommen worden. Damit habe sich die Fahrzeit zwischen Berlin Hauptbahnhof und Dresden Hauptbahnhof um neun Minuten auf eine Stunde 47 Minuten reduziert. Durch die geplante Inbetriebnahme mit 200 km/h im Dezember 2020 erfolge eine weitere Fahrzeitreduzierung um fünf Minuten.

Einen größeren Schritt wird es ohnehin erst viel später geben. Erst mit dem weiteren Ausbau der Bahnstrecke im Berliner Süden sind nochmal größere Verkürzungen der Fahrzeit zu erwarten. Erklärtes Ziel der Bahn ist es, in etwa zehn Jahren die Fahrzeit damit auf 80 Minuten zu drücken.

Von Ingolf Pleil

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